Künstliche Intelligenz (KI) für Versicherungsmakler: So ordnest du deine Prozesse
Hier siehst du, wie KI in den echten Prozessen eines Maklerbüros eingesetzt werden kann: Renewals zum Kfz-Stichtag, Cross-Selling im Bestand, Lead-Annahme, Angebotsvergleich, Policenprüfung, Schaden-Intake und Courtage. 46.885 Makler mit Erlaubnis nach § 34d GewO teilen sich einen wachsenden Bestand, und der Wettbewerb um den Erstkontakt verschärft sich, während weniger Vermittler mehr Kunden betreuen. Zu jedem Prozess findest du Beispiele und eine ehrliche Einschätzung der Technologie.
Vertragsverlängerungen und der Kfz-Wechselstichtag: vorbereitet, bevor der November alles zusammendrängt
Im Herbst ballt sich dein Bestand zu einem einzigen Termin zusammen. Der Kfz-Wechselstichtag ist der 30. November: Wer zum 31. Dezember abläuft, muss die ordentliche Kündigung mit einem Monat Frist bis dahin auf dem Tisch haben. In wenigen Wochen drängen sich Fälligkeitsprüfungen, Kündigungen, Angebote und Rückfragen, und jeder Kunde will genau jetzt wissen, ob sein Vertrag noch passt.
Der Druck kommt nicht von ungefähr. Die Kfz-Versicherung war 2025 mit einem Plus von 13,4 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro der größte Beitragstreiber des Marktes, und steigende Prämien machen den Wechsel für deine Kunden attraktiver. Mehr Bewegung im Kfz-Bestand heißt mehr Anfragen im November, meist bei unverändertem Personal im Büro. Ein Vertrag, der unbemerkt durch den Stichtag läuft, ist ein verlorener Beratungsanlass und oft ein verlorener Kunde.
Eine KI, aufgesetzt auf deinen Bestandsdaten, macht aus diesem Peak einen geordneten Ablauf. Sie überwacht die Hauptfälligkeiten, erinnert rechtzeitig vor dem 30. November, entwirft die Anschreiben an die betroffenen Kunden, terminiert Rückrufe und legt für den Kfz-Fall den Vergleich veröffentlichter Tarife vor. Sie arbeitet die Liste ab, du führst das Gespräch.
Die Grenze bleibt klar: Die KI erinnert, sammelt und entwirft, aber sie kündigt nichts und schließt nichts ab. Ob ein Vertrag gekündigt oder neu abgeschlossen wird, ist eine bewusste Entscheidung von dir und deinem Kunden nach § 60 und § 61 VVG, nie ein automatischer KI-Vorgang. Die KI bereitet den Stichtag vor, die Empfehlung sprichst du aus.
Fälligkeiten und Stichtag lückenlos im Blick
Die KI liest die Hauptfälligkeiten aus deinem Bestand und führt eine laufende Liste der Verträge, die auf den 30. November zulaufen oder eine abweichende Hauptfälligkeit haben. Sie meldet dir früh genug, welche Kunden vor Fristablauf eine Entscheidung brauchen, sortiert nach Dringlichkeit und Prämienentwicklung. Sie ändert nichts am Vertrag und löst keine Kündigung aus, sie sorgt nur dafür, dass kein Stichtag unbemerkt verstreicht.
Anfang November liegt die Liste vor: 74 Kfz-Verträge mit Ablauf zum 31. Dezember, davon 12 mit spürbar gestiegener Folgeprämie. Die KI markiert diese 12 als vorrangig und schlägt vor, sie zuerst anzusprechen. Du entscheidest, in welcher Reihenfolge dein Büro sie abarbeitet, statt am 28. November zu merken, dass drei davon durchgerutscht sind.
Der Renewal-Peak wird planbar, statt dich zu überrollen. Kein Vertrag läuft still durch den Stichtag, und du gehst die Wochen vor dem 30. November mit einer priorisierten Liste an statt mit dem Bauchgefühl, irgendetwas übersehen zu haben.
Renewal-Anschreiben aus den Bestandsdaten entworfen
Die KI entwirft die Anschreiben an die betroffenen Kunden aus deinen Bestandsdaten: welcher Vertrag, welche Fälligkeit, welche Frist, welcher nächste Schritt. Sie schreibt in deinem Ton, hält sich strikt an die hinterlegten Vertragsdaten und erfindet keine Prämien oder Zusagen dazu. Jeder Entwurf geht zur Freigabe an dich, bevor er das Büro verlässt, und werbliche Zusätze verschickt die KI nur an Kunden mit dokumentierter Einwilligung.
Für die 12 vorrangigen Verträge entwirft die KI je ein persönliches Schreiben: Anrede, Vertrag, Ablaufdatum, der Hinweis auf die Monatsfrist zum 30. November und ein Terminvorschlag für ein Gespräch. Du liest die Entwürfe in wenigen Minuten gegen, korrigierst zwei Formulierungen und gibst frei. Ohne KI hättest du jeden Brief einzeln getippt.
Die wiederkehrende Schreibarbeit rund um den Stichtag fällt weg, in gleichbleibender Qualität und ohne Copy-Paste-Fehler. Deine Zeit fließt in die Gespräche, in denen es um die eigentliche Beratung geht, nicht in das Aufsetzen von Serienbriefen.
Terminierung von Renewal-Gesprächen rund um den Stichtag
Antwortet ein Kunde auf das Renewal-Schreiben oder meldet sich von selbst, nimmt die KI das Anliegen auf und schlägt konkrete Gesprächstermine aus deinem Kalender vor. Sie bestätigt schriftlich, erinnert vor dem Termin und legt dir eine kurze Mappe mit Vertrag, Fälligkeit und offener Frage hin. Unklare oder heikle Fälle übergibt sie sofort mit dem vollständigen Verlauf an dich.
Ein Kunde antwortet abends, seine Kfz-Prämie sei zu stark gestiegen, er wolle wechseln. Die KI bietet für den nächsten Vormittag zwei Termine an, bestätigt den gewählten und notiert den Vertrag samt Ablaufdatum. Am Morgen gehst du vorbereitet ins Gespräch, statt die Eckdaten erst am Telefon zusammenzusuchen.
Die Terminwelle im November verstopft nicht mehr dein Büro. Kunden bekommen sofort einen Termin statt einer Warteschleife, und du triffst sie mit den richtigen Vertragsdaten schon in der Hand, mitten in der Wechselsaison, in der jeder Tag zählt.
Kfz-Tarifvergleich für den Stichtag vorbereitet
Für den Kfz-Wechsel legt die KI die veröffentlichten Tarife apples-to-apples nebeneinander: Prämie, Deckungsumfang, Selbstbeteiligung, Werkstattbindung. Sie normalisiert die Leistungsmerkmale und bereitet die Vergleichsgrundlage auf, die du dann fachlich bewertest. Sie wählt nie den Gewinner-Tarif aus, weil das deine Aufgabe nach § 60 und § 61 VVG ist, und sie vergleicht ausschließlich aktuelle, verifizierte Tarifstände.
Vor dem Renewal-Gespräch eines Kunden mit hoher Schadenfreiheitsklasse stellt die KI drei aktuelle Kfz-Tarife strukturiert gegenüber, inklusive der Unterschiede bei Mallorca-Police und GAP-Deckung. Du prüfst die Aufstellung, gewichtest, was für diesen Kunden wirklich zählt, und empfiehlst begründet einen Vertrag. Die Vorarbeit von zwei Stunden hat die KI übernommen.
Du gehst mit einer sauberen, vergleichbaren Übersicht ins Gespräch, statt Tarife von Hand herauszusuchen. Die Entscheidung und die Empfehlung bleiben bei dir, aber die zeitraubende Aufbereitung ist erledigt, gerade dann, wenn im November besonders viele Vergleiche anstehen.
Was sich für den Renewal-Prozess heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- KI im Bestand ist in der Praxis angekommen: 35 Prozent der Vermittler nutzen bereits generative KI, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr mit 16 Prozent. Der Sprung passiert genau bei wiederkehrenden Bestandsaufgaben wie Fälligkeitsprüfung, Anschreiben-Entwürfen und Terminierung rund um den Stichtag. Ein Assistent, der auf deinen Bestandsdaten arbeitet, lässt sich heute solide bauen.VersicherungsJournal
- Der Anlass ist hart terminiert und dokumentiert: Der Kfz-Wechselstichtag ist der 30. November, bei Ablauf zum 31. Dezember muss die ordentliche Kündigung mit Monatsfrist bis dahin beim Versicherer sein. Der November ist die Haupt-Wechselsaison, die Prämien sind dann oft am niedrigsten, und der gesamte Renewal- und Angebots-Peak drängt sich in wenige Wochen. Eine KI, die diese Fristen überwacht, arbeitet gegen einen klar definierten Kalender.Finanztip
- Der Markt liefert das Volumen dazu: Die Kfz-Versicherung war 2025 mit plus 13,4 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro der größte Beitragstreiber und erreichte mit einer Combined Ratio von 96 Prozent erstmals seit Jahren wieder ein positives Ergebnis. Steigende Prämien machen den Wechsel attraktiver und erhöhen das Anfragevolumen im Bestand zusätzlich, gebündelt auf die Wochen vor dem Stichtag.GDV
- Ehrlich bleiben bei der Erwartung: Eine KI verschafft dir Vorlauf und nimmt dir die Fleißarbeit ab, sie ersetzt aber weder deine Fristenkontrolle als Verantwortlicher noch die Beratung. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an der Zahl rechtzeitig angesprochener Verträge und der Wechsel- und Haltequote, jeweils vor und nach der Einführung, statt dich auf pauschale Effizienzversprechen zu verlassen.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Fristenwahrung bleibt in menschlicher Hand: Die KI darf an den 30.-November-Stichtag erinnern und Entwürfe vorbereiten, aber die Kündigung oder der Neuabschluss ist eine bewusste Entscheidung von dir und deinem Kunden, nie ein automatischer KI-Vorgang. Welcher Vertrag geeignet ist, empfiehlst du nach § 60 und § 61 VVG und dokumentierst die Gründe; die KI liefert nur den aufbereiteten Vergleich.§ 61 VVG
- Die richtige Einstufung nach der KI-Verordnung: Der Kfz-Tarifvergleich anhand veröffentlichter Tarife ist keine Hochrisiko-Anwendung nach Anhang III. Eine individuelle Personen-Risikobepreisung wäre es. Diese Linie hältst du strikt ein, damit der Vergleich veröffentlichter Kfz- und Sach-Tarife bleibt, was er ist: eine Aufbereitung, keine Risikobewertung von Personen.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- Datenschutz im Kfz-Bestand: Kfz-Kennzeichen, Schadenfreiheitsklasse und Halterdaten sind personenbezogene Daten. Setzt du externe KI-Dienste ein, ist das Auftragsverarbeitung, und Art. 28 DSGVO verlangt einen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten Weisungen, technisch-organisatorischen Maßnahmen und Löschpflichten.Art. 28 DSGVO
- Realismus im Betrieb: Eine KI, die auf einem veralteten Vertragsstand oder einer falschen Prämie arbeitet, erzeugt überzeugend klingende, aber falsche Renewal-Schreiben, und das in Serie. Deshalb arbeitet sie nur mit aktuellen, verifizierten Tarif- und Vertragsständen, und du gibst jeden Entwurf frei, bevor er den Kunden erreicht.
Cross-Selling und Deckungslücken im Bestand: sichtbar gemacht, bevor der Schaden es tut
In deinem Bestand steckt mehr Beratungsbedarf, als in der täglichen Hektik sichtbar wird. Die greifbarste Lücke ist der Elementarschutz: Nur rund die Hälfte der Gebäude in Deutschland ist ausreichend gegen Naturgefahren versichert, bundesweit liegt die Einschlussquote für die erweiterte Elementardeckung nur um die 54 Prozent. Das ist kein diffuses Gefühl, sondern ein dokumentierbarer Anlass, den Kunden anzusprechen, bevor der nächste Starkregen die Entscheidung für ihn trifft.
Die Lücken hören beim Wohngebäude nicht auf. Nur etwa 52 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben eine betriebliche Altersversorgung, und gerade kleine und mittelständische Betriebe bieten seltener eine bAV an. Neben Privathaftpflicht, Hausrat und Berufsunfähigkeit ist das ein strukturell großer, unterversorgter Markt, den du kennst, aber im Alltag selten systematisch durchgehst.
Deine Kunden sind für diesen Blick offen. In einer Bitkom-Umfrage würden 45 Prozent gerne eine KI nutzen, die nach einem bedeutenden Lebensereignis wie Hochzeit oder Umzug den Versicherungsbedarf analysiert, 39 Prozent würden KI zur Analyse des bestehenden Schutzes einsetzen. Genau hier setzt eine KI im Bestand an: Sie normalisiert deine Bestandsdaten, verknüpft sie mit Lebensereignissen und macht mögliche Deckungslücken sichtbar.
Die Grenze ist scharf gezogen. Die KI zeigt die Lücke auf, sie wählt weder den Ziel-Tarif aus noch löst sie einen Abschluss aus. Ob und wie ein Kunde eine Lücke schließt, bespricht und empfiehlt der Makler, und er dokumentiert den Rat nach § 61 VVG. Und die Aufbereitung bleibt im sicheren Bereich: Deckungslücken im Sachbereich sind das Feld der KI, individuelles Risk-Scoring für Leben und Kranken ausdrücklich nicht.
Elementarschutz-Lücken im Sachbestand sichtbar gemacht
Die KI geht deinen Wohngebäude- und Hausratbestand strukturiert durch und markiert Verträge ohne erweiterte Elementardeckung. Sie normalisiert die Bestandsdaten, damit vergleichbar wird, wer welchen Schutz hat, und legt dir eine Liste der betroffenen Kunden mit dem konkreten, belegbaren Beratungsanlass vor. Sie bewertet kein individuelles Risiko und bepreist nichts, sie macht nur sichtbar, wo die Deckung fehlt.
Die KI meldet: 180 Wohngebäudeverträge im Bestand, davon 83 ohne Elementarbaustein. Bei jedem legt sie den Anlass sachlich dar, ohne Angst zu schüren. Du entscheidest, welche Kunden du zuerst ansprichst, und gehst mit einer belegbaren Lücke ins Gespräch statt mit einer pauschalen Verkaufsaktion.
Der größte dokumentierbare Beratungsanlass im Sach-Bestand wird planbar statt zufällig. Du sprichst Kunden an, bei denen die Lücke real ist, und tust das, bevor ein Schadenereignis die Entscheidung erzwingt, statt nach dem Starkregen erklären zu müssen, warum nie jemand darauf hingewiesen hat.
Anlassbezogener Bedarfscheck nach Lebensereignissen
Meldet ein Kunde ein Lebensereignis wie Hauskauf, Familienzuwachs oder Umzug, verknüpft die KI diese Information mit dem bestehenden Schutz und zeigt, was dadurch neu oder unterdeckt sein könnte. Sie stellt die möglichen Lücken sachlich zusammen, mit Bezug auf die vorhandenen Verträge, und übergibt dir den Fall strukturiert. Die Bedarfsempfehlung selbst spricht der Makler aus und dokumentiert sie.
Ein Kunde schreibt, er habe geheiratet und ein Kind bekommen. Die KI legt gegenüber: Privathaftpflicht noch als Single-Tarif, keine Absicherung der Arbeitskraft, kein Blick auf die Hausratsumme nach dem Umzug. Du bekommst eine saubere Gesprächsvorlage und besprichst mit dem Kunden, was wirklich zu ihm passt.
Aus einer beiläufigen Nachricht wird ein strukturierter Beratungsanlass, statt dass das Ereignis unbemerkt verpufft. Du triffst den Kunden in dem Moment, in dem sich sein Bedarf tatsächlich verändert, und musst den bestehenden Schutz nicht erst mühsam von Hand rekonstruieren.
bAV als unterversorgter Markt strukturiert erschlossen
Die KI wertet aus, welche deiner Firmen- und Gewerbekunden noch keine oder nur eine dünne betriebliche Altersversorgung im Bestand haben, und bereitet den Ansprechanlass auf. Sie strukturiert Betriebsgröße, bestehende Verträge und offene Themen, ohne Gesundheitsdaten oder individuelle Risiken zu bewerten. Alles, was in die Nähe von Personen-Risk-Scoring in Leben oder Kranken führt, bleibt bewusst außerhalb der KI und beim Makler.
Für einen Handwerksbetrieb mit 14 Beschäftigten zeigt die KI: Nur zwei bestehende bAV-Verträge im Bestand, der Rest ohne Zusage. Sie bereitet den Gesprächsleitfaden auf, du besprichst mit dem Inhaber das Modell. Die Gesundheitsprüfung und die konkrete Zusage laufen außerhalb der KI, dort, wo sie hingehören.
Ein strukturell großer, unterversorgter Markt wird für dich sichtbar und bearbeitbar, statt im Tagesgeschäft unterzugehen. Du erschließt bAV-Potenzial systematisch, und die sensiblen Teile des Prozesses bleiben sauber in menschlicher Hand.
Priorisierte Ansprechliste statt Gießkanne
Die KI führt die erkannten Lücken je Kunde zusammen und schlägt eine Reihenfolge vor: wo der Anlass am belegbarsten ist, wo eine Kundenbeziehung die Ansprache trägt, wo eine Einwilligung für werbliche Kommunikation vorliegt. Sie entwirft auf Wunsch die passende, sachliche Ansprache, die du freigibst. Übertriebene oder erfundene Bedarfsweckung schließt sie aus, jede Aussage muss belegbar bleiben.
Statt einer pauschalen Rundmail bekommst du eine sortierte Liste: 30 Kunden mit Elementarlücke und laufender Kundenbeziehung zuerst, danach die Lebensereignis-Fälle, zuletzt die bAV-Ansprachen. Für die erste Gruppe liegt ein sachlicher Entwurf bereit, den du in wenigen Minuten prüfst und freigibst.
Deine Ansprache trifft dort, wo der Bedarf echt und die Kommunikation zulässig ist, statt Streuverluste und Verdruss zu erzeugen. Du arbeitest den Bestand mit Augenmaß ab und behältst die Kontrolle über jede Nachricht, die dein Büro verlässt.
Was sich für Cross-Selling im Bestand heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- Die größte Lücke ist gemessen und öffentlich belegt: Nur rund die Hälfte der Gebäude in Deutschland ist ausreichend gegen Naturgefahren versichert, die Einschlussquote für die erweiterte Elementardeckung liegt bundesweit nur um die 54 Prozent, mit starken regionalen Unterschieden. Das ist der greifbarste, dokumentierbare Beratungsanlass im Sach-Bestand, und eine KI, die genau diese Lücke im Bestand markiert, lässt sich heute solide bauen.GDV
- Der zweite große Markt ist strukturell unterversorgt: Nur rund 52 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben eine betriebliche Altersversorgung, bundesweit sind rund 16,5 Millionen bAV-Verträge im Bestand, und die Lücken bestehen vor allem in kleinen und mittelständischen Betrieben. Neben Wohngebäude, Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeit ist die bAV damit ein klarer, systematisch erschließbarer Cross-Selling-Anlass.GDV
- Die Akzeptanz ist da: 45 Prozent der Bundesbürger würden gerne eine KI nutzen, die nach einem bedeutenden Lebensereignis wie Hochzeit oder Umzug den Versicherungsbedarf analysiert, 39 Prozent würden KI zur Analyse des bestehenden Schutzes einsetzen. Kunden sind für den anlassbezogenen Bedarfscheck offen, und genau dort setzt eine KI an, die aus Bestandsdaten und Lebensereignissen mögliche Lücken sichtbar macht, die der Makler dann bespricht.Bitkom
- Ehrlich bleiben bei der Grenze: Eine KI erkennt Muster in deinen Sachdaten, sie ersetzt aber keine Bedarfsanalyse und schon gar keine Risikoprüfung. Umfragewerte zur Akzeptanz sind eine Richtung, keine Garantie für Abschlüsse. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an geschlossenen Elementarlücken und an bAV-Gesprächen aus dem Bestand, statt dich auf pauschale Potenzialversprechen zu verlassen.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Die KI macht Deckungslücken im Sachbereich, etwa bei Wohngebäude, Privathaftpflicht und Hausrat, sichtbar und normalisiert Bestandsdaten. Sie wählt weder den Ziel-Tarif aus noch löst sie einen Abschluss aus. Die Bedarfsempfehlung erfragt, spricht und dokumentiert der Makler nach § 61 VVG.§ 61 VVG
- Die Hochrisiko-Grenze der KI-Verordnung: Individuelles Risk-Scoring und die Preisbildung für Personen in der Lebens- oder Krankenversicherung, auch bei bAV-Zusagen mit Gesundheitsprüfung, ist Hochrisiko nach Anhang III und keine Aufgabe für eine unkontrollierte KI. Cross-Selling im Bestand bleibt deshalb auf das Sichtbarmachen von Sach-Lücken begrenzt, die Personenbewertung liegt außerhalb.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO: Gesundheitsangaben für Berufsunfähigkeit, Kranken- oder Risikolebensversicherung dürfen nicht beiläufig durch KI verarbeitet werden. Die Verarbeitung braucht eine tragfähige Rechtsgrundlage und bleibt auf das zwingend Nötige begrenzt; solche Angaben nimmt der Makler auf, nicht der Bestands-Bot.Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Volltext DE (EUR-Lex)
- Keine übertriebene oder erfundene Bedarfsweckung: Aussagen zu Risiken und Lücken müssen sachlich und belegbar sein, sonst drohen irreführende geschäftliche Handlungen nach § 5 UWG. Cross-Selling-Ansprachen aus dem Bestand sind zudem werbliche Kommunikation; die datenschutz- und wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit, also Einwilligung oder bestehende Kundenbeziehung, prüfst du vor jedem automatisierten Versand.§ 5 UWG
Lead-Annahme und Qualifizierung rund um die Uhr: der Erstkontakt gehört dir, nicht dem Vergleichsportal
Die Versicherungsanfrage kommt selten während deiner Bürozeiten. Sie kommt abends auf dem Sofa, am Wochenende, per Messenger, dann, wenn dein Büro geschlossen ist. 83 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland nutzten Anfang 2025 Messengerdienste wie WhatsApp. Wer dort abends und am Wochenende nicht antwortet, verliert den Erstkontakt an das nächste Maklerbüro oder das nächste Vergleichsportal.
Der Wettbewerb um genau diesen Erstkontakt verschärft sich. Im DIHK-Vermittlerregister stehen zum Stichtag 1. Oktober 2025 noch 179.426 registrierte Vermittler, davon 46.885 Makler, und die Gesamtzahl sinkt seit Jahren, während der Bestand wächst. Weniger Vermittler betreuen einen größeren Markt. Reaktionsgeschwindigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor: Oft führt das Gespräch, wer zuerst und relevant antwortet.
Deine Kunden akzeptieren KI für genau diesen Schritt. 47 Prozent der Bundesbürger würden sich künftig gerne von einer KI beim Ausfüllen eines Versicherungsantrags unterstützen lassen, bei den 16- bis 49-Jährigen über 52 Prozent. Eine KI kann Kontaktdaten, Bedarf und erste Risikoangaben strukturiert erfassen und dir einen sauberen, vorqualifizierten Lead übergeben, statt eine ungelesene Nachricht bis zum nächsten Werktag liegen zu lassen.
Die Grenze bleibt klar: Die KI qualifiziert vor, sie berät nicht. Sie gibt keine verbindliche Deckungszusage und kein konkretes Prämienversprechen ab, sie nimmt auf, strukturiert und übergibt. Die eigentliche Beratung und Empfehlung beginnt beim Makler nach § 61 VVG. Und weil der Kunde erkennen können muss, dass er mit einer KI spricht, gibt sich der Assistent von der ersten Nachricht an klar als KI zu erkennen.
Erstantwort auf Chat und Messenger, in Minuten statt am nächsten Werktag
Der Assistent ist an deine Website und über die WhatsApp Business API an den Messenger-Kanal angebunden. Schreibt ein Interessent, antwortet er sofort in natürlicher Sprache, rund um die Uhr: Er gibt sich als KI zu erkennen, klärt das Anliegen, stellt die Fragen, die du auch stellen würdest, und hält die Antworten strukturiert fest. Verbindliche Zusagen macht er nicht, die bereitet er für dich vor.
Sonntagabend fragt ein Interessent per WhatsApp nach einer Hundehalterhaftpflicht für einen Labrador. Der Assistent nimmt Rasse, Alter des Hundes und den gewünschten Versicherungsbeginn auf, erklärt den groben Ablauf und kündigt an, dass sich ein Makler mit einem konkreten Vorschlag meldet. Montagfrüh findest du einen vollständigen Lead statt einer offenen Nachricht.
Kein Erstkontakt kühlt mehr übers Wochenende ab. Der Interessent bekommt sofort eine relevante Antwort, solange sein Bedarf frisch ist, und wandert nicht zum nächsten Portal weiter. Dein Büro startet den Tag mit qualifizierten Leads statt mit einem Rückstand im Posteingang.
Strukturierte Bedarfs- und Risikoaufnahme
Der Assistent erfasst im Gesprächsverlauf, was du für die Bewertung brauchst: Kontaktdaten, gewünschte Sparte, Bedarf, erste Risikoangaben, Zeitrahmen. Das fühlt sich für den Kunden wie ein Gespräch an, nicht wie ein Formular. Die Antworten landen als sauberer Datensatz beim Lead. Sensible Angaben nimmt er nur so weit auf wie nötig und übergibt heikle Fälle mit dem vollständigen Verlauf an dich.
Eine Anfrage zur Privathaftpflicht kommt spätabends über die Website. Bis zum Morgen steht im Lead: Familie mit zwei Kindern, gewünschte Deckungssumme, vorhandener Altvertrag, Wechselwunsch zum Monatsende. Du prüfst die Angaben und steigst direkt in die Beratung ein, statt alles am Telefon abzufragen.
Du beginnst jedes Gespräch vorbereitet, mit den Eckdaten schon in der Hand. Die Qualität deiner Leads steigt, weil jeder mit denselben Grundangaben ankommt, und du verbringst deine Zeit mit Beratung statt mit dem Sortieren halber Informationen.
Vorqualifizierung und saubere Übergabe an den Makler
Der Assistent trennt die ernsthafte Anfrage von der reinen Neugier und markiert, wie dringlich und wie konkret ein Lead ist. Er ordnet jede Konversation strukturiert im Lead-Bestand ein, statt sie im Postfach oder im Handy eines Einzelnen zu begraben. Alles, was Beratung, Empfehlung oder eine verbindliche Zusage berührt, reicht er ausdrücklich an den Makler weiter.
Über Nacht laufen acht Anfragen auf. Der Assistent legt sie sortiert vor: drei konkrete Wechselwünsche mit vollständigen Angaben zuerst, danach vier allgemeine Fragen, zuletzt ein Fall, der sofort einen Menschen braucht. Du arbeitest oben an, wo der Abschluss am nächsten ist.
Mehr Anfragen bedeuten nicht mehr Rauschen, sondern mehr Abschlüsse, weil die Vorqualifizierung die Spreu trennt. Dein Team konzentriert sich auf die Interessenten mit echtem Bedarf, und keine Anfrage versickert mehr in einem privaten Postfach.
Ein Kanalmix, eine Lead-Akte
Ob die Anfrage über Website-Chat, WhatsApp oder das Kontaktformular kommt, der Assistent führt sie in einer einheitlichen Lead-Akte zusammen und dokumentiert den kompletten Verlauf. Du siehst pro Interessent, was gefragt und was zugesagt wurde, und behältst über alle Kanäle den Überblick, ohne zwischen Apps zu springen. Werbliche Nachfassaktionen laufen nur an Kontakte mit dokumentierter Grundlage.
Ein Interessent beginnt sonntags per WhatsApp und schickt Montag über die Website eine Rückfrage. Der Assistent erkennt denselben Vorgang und führt beide Nachrichten in einer Akte zusammen. Du siehst den ganzen Verlauf an einer Stelle, statt zwei getrennte Fäden mühsam zusammenzusuchen.
Der zersplitterte Erstkontakt über viele Kanäle wird zu einer sauberen, nachvollziehbaren Akte. Nichts hängt mehr am Telefon eines einzelnen Mitarbeiters, und du kannst jederzeit belegen, was einem Interessenten gesagt wurde.
Was sich für die Lead-Annahme heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- Der Messenger-Kanal ist faktisch gesetzt: 83 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland nutzten Anfang 2025 Messengerdienste wie WhatsApp, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die WhatsApp Business API ist ein stabiler, dokumentierter Integrationspunkt. Ein Assistent, der dort in natürlicher Sprache Versicherungsanfragen aufnimmt und vorqualifiziert, lässt sich heute solide bauen.Destatis
- Die Akzeptanz für KI in genau diesem Schritt ist belegt: 47 Prozent der Bundesbürger würden sich künftig gerne von einer KI beim Ausfüllen eines Versicherungsantrags unterstützen lassen, bei den 16- bis 49-Jährigen über 52 Prozent. Kunden akzeptieren KI ausdrücklich für die Aufnahme und Vorstrukturierung von Anfragen, während die Empfehlung beim Menschen bleibt.Bitkom
- Der Wettbewerb um den Erstkontakt verschärft sich messbar: 179.426 registrierte Vermittler, davon 46.885 Makler, zum Stichtag 1. Oktober 2025, bei sinkender Gesamtzahl und wachsendem Bestand. Weniger Vermittler betreuen einen größeren Markt, und Reaktionsgeschwindigkeit wird zum Faktor. Oft führt das Gespräch, wer zuerst und relevant antwortet, und genau das leistet eine Erstannahme rund um die Uhr.ASSCOMPACT
- Ehrlich bleiben bei der Erwartung: Eine schnelle Erstantwort gewinnt Aufmerksamkeit, sie ersetzt aber keine Beratung und garantiert keinen Abschluss. Umfragewerte zeigen Offenheit, nicht Umsatz. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an Antwortzeit, Anteil vollständig qualifizierter Leads und Abschlüssen pro Lead, jeweils vor und nach der Einführung.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Der Chat- oder Voice-Assistent muss nach Art. 50 der KI-Verordnung klar als KI erkennbar sein; die Transparenzpflicht gilt ab dem 2. August 2026. Der Assistent gibt sich deshalb von der ersten Nachricht an als KI zu erkennen, auf der Website genauso wie im Messenger.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- Datenschutz und Auftragsverarbeitung: Die WhatsApp Business API und externe KI-Dienste verarbeiten personenbezogene Daten als Auftragsverarbeiter. Art. 28 DSGVO verlangt dafür einen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten Weisungen, technisch-organisatorischen Maßnahmen und Löschpflichten.Art. 28 DSGVO
- Keine verbindlichen Zusagen durch den Bot: Der Assistent gibt keine verbindliche Deckungszusage und kein konkretes Prämienversprechen ab. Unzutreffende Angaben zu wesentlichen Merkmalen sind irreführende geschäftliche Handlungen nach § 5 UWG. Der Assistent nimmt auf und qualifiziert vor, der Makler prüft und empfiehlt.§ 5 UWG
- Die eigentliche Beratung und Empfehlung beginnt beim Makler; die KI qualifiziert nur vor und übergibt strukturiert. Nach § 61 VVG erfragt der Makler die Wünsche und Bedürfnisse, berät und dokumentiert die Gründe für seinen Rat, und diese Verantwortung lässt sich nicht an einen Bot delegieren.§ 61 VVG
Telefonannahme nach Feierabend und Overflow: kein Anruf mehr in der Mailbox, gerade wenn es brennt
Das Telefon bleibt für dringende und emotionale Anliegen der bevorzugte Kanal. 83 Prozent nutzen Messenger, doch beim frischen Schaden greift der Kunde zum Hörer, und er tut das nicht nach Stundenplan. Klingelt es nach Feierabend oder in der Spitze durch, läuft der Anruf heute oft in die Mailbox, und ein Anrufer, der niemanden erreicht, ruft als Nächstes woanders an.
Die Spitze ist im Herbst planbar und trotzdem schwer zu bewältigen. Der November ist die Haupt-Wechselsaison der Kfz-Versicherung mit einem harten Stichtag am 30. November, und in wenigen Wochen ballen sich Wechsel-, Kündigungs- und Angebotsanfragen. Genau in dieser Spitze bleibt bei begrenztem Personal ohne Overflow-Annahme ein Teil der Anrufe unbeantwortet, ausgerechnet dann, wenn jeder Kontakt zählt.
Deine Kunden akzeptieren KI-gestützte Auskunft am Telefon. 40 Prozent der Bundesbürger würden eine KI nutzen, um Fragen zu ihrem bestehenden Versicherungsschutz beantwortet zu bekommen. Ein KI-Telefonassistent kann außerhalb der Bürozeiten und in der Spitze Anrufe annehmen, das Anliegen aufnehmen, den Anrufer beruhigen und einen garantierten menschlichen Rückruf terminieren, statt ihn ins Leere laufen zu lassen.
Die Grenze ist unverrückbar: Der Assistent nimmt auf und beruhigt, er entscheidet nichts über Anspruch oder Leistung. Keine Deckungs- oder Auszahlungszusage am Telefon, das bleibt bei Makler und Versicherer nach § 61 VVG. Und weil der Anrufer erkennen muss, mit wem er spricht, gibt sich der Assistent zu Beginn als KI zu erkennen und sichert den Rückruf durch einen Menschen ausdrücklich zu.
Anrufannahme nach Feierabend statt Mailbox
Der KI-Telefonassistent nimmt Anrufe an, wenn niemand abheben kann: nach Feierabend, am Wochenende, an Feiertagen. Er gibt sich als KI zu erkennen, klärt das Anliegen, nimmt Kontaktdaten und Erreichbarkeit auf und sichert einen menschlichen Rückruf zu. Aus jedem Anruf entsteht eine strukturierte Notiz im System statt einer stummen Nummer in der Anrufliste. Über Anspruch oder Leistung entscheidet er nicht.
Freitag um 20 Uhr ruft eine Kundin an, ihr Vertrag laufe aus und sie wolle vor dem Stichtag wechseln. Der Assistent nimmt Vertrag, Anliegen und Rückrufwunsch für Montagvormittag auf. Am Montag rufst du eine vorbereitete Kundin zurück, keinen anonymen verpassten Anruf, und die Anfrage ist nicht beim Wettbewerber gelandet.
Der Feierabend- und Wochenendanruf versickert nicht mehr in der Mailbox. Der Anrufer fühlt sich aufgenommen und bekommt einen festen Rückruf, und dein Büro beginnt den nächsten Tag mit vorbereiteten Vorgängen statt mit einer Liste verpasster Nummern.
Overflow-Annahme in der November-Spitze
Wenn in der Wechselsaison mehr Anrufe eingehen, als dein Team gleichzeitig annehmen kann, fängt der Assistent die überlaufenden Gespräche ab. Er führt beliebig viele Gespräche parallel, sodass niemand ein Besetztzeichen hört, nimmt das Anliegen auf und terminiert den Rückruf. So bleibt die Erreichbarkeit auch dann bestehen, wenn sich der ganze Renewal-Peak in wenige Wochen drängt.
Am letzten Novembervormittag rufen fünf Kunden gleichzeitig wegen des Stichtags an. Deine zwei Mitarbeiter sind im Gespräch. Der Assistent nimmt die drei überlaufenden Anrufe an, hält je Anliegen und Rückrufwunsch fest und übergibt sie priorisiert. Kein Kunde landet im Besetztzeichen, keine Wechselanfrage geht verloren.
Die konzentrierte Anrufspitze im November überfordert dein Büro nicht mehr. Jeder Anrufer wird angenommen, auch wenn alle Leitungen belegt sind, und die zeitkritischen Wechselanfragen bleiben bei dir, statt am Besetztzeichen zum nächsten Anbieter abzuwandern.
Erste Schadenmeldung aufgenommen, ohne Anspruchsurteil
Meldet ein Anrufer einen frischen Schaden, nimmt der Assistent ruhig die Fakten auf: was passiert ist, wann, welcher Vertrag betroffen sein könnte, welche Sofortschritte anstehen. Er strukturiert die Meldung und wacht über die Frist zur Weitergabe. Er gibt keine Deckungs- oder Auszahlungszusage und leitet in belastenden Fällen zügig an einen Menschen weiter. Gesundheits- oder Verletzungsdetails nimmt er nur so weit auf wie nötig.
Abends meldet ein Kunde einen Parkrempler. Der Assistent nimmt Zeit, Ort und Hergang auf, benennt die nächsten Schritte sachlich und sagt einen Rückruf am Morgen zu, ohne zu bewerten, ob und wie der Schaden gedeckt ist. Du übernimmst am nächsten Tag eine vollständig aufgenommene Meldung statt eines aufgeregten Rückrufs bei null.
Der Kunde wird in der ersten, oft emotionalen Phase aufgefangen und weiß, was zu tun ist, ohne dass ihm etwas Falsches zugesagt wird. Dein Büro bekommt eine strukturierte Meldung, die die Weitergabe an den Versicherer beschleunigt, und die Entscheidung über den Anspruch bleibt dort, wo sie hingehört.
Telefon und Chat in einem lückenlosen Protokoll
Der Assistent verbindet den Telefonkanal mit dem Chat und protokolliert jeden Kontakt lückenlos in derselben Akte. Ob ein Kunde erst schreibt und dann anruft oder umgekehrt, du siehst den vollständigen Verlauf an einer Stelle. Telefonmitschnitte und Transkripte behandelt er als personenbezogene Daten, mit Einwilligung, Zweckbindung und einem Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem KI-Dienstleister.
Ein Kunde schildert seinen Schaden abends am Telefon und schickt am Morgen Fotos per Messenger nach. Der Assistent führt Anruf und Nachricht in einer Akte zusammen. Du öffnest einen einzigen Vorgang mit Gesprächsnotiz und Bildern, statt Telefonnotiz und Chat getrennt zusammenzusuchen.
Der Kanalbruch zwischen Telefon und Chat verschwindet. Du hast pro Kunde einen nachvollziehbaren Vorgang, kannst jederzeit belegen, was besprochen wurde, und musst nichts mehr zwischen Notizzettel, Anrufliste und Postfach rekonstruieren.
Was sich für die Telefonannahme heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- Die Akzeptanz für KI-Auskunft am Telefon ist belegt: 40 Prozent der Bundesbürger würden eine KI nutzen, um Fragen zu ihrem bestehenden Versicherungsschutz beantwortet zu bekommen. Ein KI-Telefonassistent, der außerhalb der Bürozeiten Anrufe annimmt, das Anliegen aufnimmt und einen menschlichen Rückruf terminiert, statt den Anrufer in die Mailbox laufen zu lassen, lässt sich heute solide bauen.Bitkom
- Die Spitze ist real und terminiert: Der November ist die Haupt-Wechselsaison der Kfz-Versicherung mit einem harten Stichtag am 30. November, das erzeugt einen konzentrierten Anruf- und Anfrage-Peak. In wenigen Herbstwochen ballen sich Wechsel-, Kündigungs- und Angebotsanfragen, und genau in dieser Spitze bleibt bei begrenztem Personal ohne Overflow-Annahme ein Teil der Anrufe unbeantwortet.Finanztip
- Das Telefon bleibt für den Ernstfall gesetzt: 83 Prozent nutzen Messenger, doch für dringende und emotionale Anliegen wie einen frischen Schaden ist der Anruf der bevorzugte Kanal. Die hohe Messenger-Nutzung entlastet den Kanalmix, ersetzt aber nicht den Anruf im Ernstfall. Ein Overflow-Assistent, der Telefon und Chat verbindet und lückenlos protokolliert, deckt beide Wege ab.Destatis
- Ehrlich bleiben bei der Reife: Ein Telefonassistent ist stark bei Annahme, Aufnahme und Rückruf-Terminierung, er stößt aber bei starkem Dialekt oder Hintergrundlärm noch an Grenzen und ersetzt keine Beratung. Das sichere Modell ist die Abdeckung außerhalb der Bürozeiten und in der Spitze, mit garantiertem menschlichem Rückruf. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an angenommenen statt verpassten Anrufen und an der Rückrufquote.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Der Telefonassistent muss sich zu Beginn als KI zu erkennen geben (Art. 50 KI-Verordnung, Transparenzpflichten ab 2. August 2026) und einen garantierten menschlichen Rückruf zusichern. Der Anrufer soll von der ersten Sekunde an wissen, dass er mit einem KI-System spricht und dass ein Mensch sich meldet.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- Keine Deckungs- oder Auszahlungszusage am Telefon: Der Assistent nimmt auf und beruhigt, entscheidet aber nichts über Anspruch oder Leistung. Das bleibt bei Makler und Versicherer. Nach § 61 VVG erfragt der Makler die Bedürfnisse, berät und dokumentiert seinen Rat, und diese Verantwortung übernimmt kein Telefon-Bot.§ 61 VVG
- Telefonmitschnitte und Transkripte sind personenbezogene Daten. Einwilligung, Zweckbindung und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem KI-Dienstleister nach Art. 28 DSGVO sind erforderlich, bevor Gespräche aufgezeichnet oder verschriftlicht werden.Art. 28 DSGVO
- Schildert der Anrufer Gesundheits- oder Verletzungsdetails, etwa bei einem Unfall mit Personenschaden, greift Art. 9 DSGVO (besondere Kategorien). Solche Angaben nimmt der Assistent nur so weit auf wie nötig und leitet in belastenden Fällen zügig an einen Menschen weiter.Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Volltext DE (EUR-Lex)
Angebotsvergleich veröffentlichter Tarife: sauber aufbereitet, damit du die Empfehlung sprichst
Dein Rat steht und fällt mit der Vergleichsgrundlage. Nach § 60 VVG musst du deinem Rat eine hinreichende Zahl am Markt angebotener Verträge und Versicherer zugrunde legen, damit du nach fachlichen Kriterien einen geeigneten Vertrag empfehlen kannst. Der Marktüberblick muss nicht umfassend sein, aber ausreichen, um bedarfsgerecht zu beraten. Das Zusammentragen und Vergleichbarmachen der Tarife ist die zeitraubende Arbeit, die diesem Rat vorausgeht.
Genau diese Aufbereitung wollen deine Kunden transparenter. 39 Prozent der Bundesbürger würden eine KI nutzen, die den bestehenden Schutz analysiert und Alternativen vorschlägt. Kunden wünschen sich Übersicht zwischen den Tarifen, nicht das Gefühl, im Kleingedruckten unterzugehen. Ein apples-to-apples-Vergleich veröffentlichter Tarife liefert genau diese Übersicht, ohne dem Kunden die Auswahl abzunehmen.
Die Offenheit im Berufsstand ist hoch: 64 Prozent der Makler stehen KI positiv gegenüber, nach 46 Prozent im Vorjahr, gerade beim Aufbereiten und Vergleichen von Tarifen. Zugleich sehen 55 Prozent den Datenschutz als größte Herausforderung. Die Skepsis richtet sich weniger gegen den Nutzen als gegen Datenschutz und Haftung, und genau deshalb verantwortet am Ende der Mensch die Empfehlung.
Die goldene Regel ist unverhandelbar: Die KI vergleicht und normalisiert veröffentlichte Tarife, aber sie wählt niemals den Gewinner-Tarif für den Kunden aus. Welcher Vertrag geeignet ist, empfiehlst du nach fachlichen Kriterien und dokumentierst die Gründe nach § 60 und § 61 VVG. Und die Einordnung nach der KI-Verordnung ist klar: Der Vergleich veröffentlichter Kfz- und Sach-Tarife ist keine Hochrisiko-Anwendung, die individuelle Risikobewertung für Personen in Leben und Kranken schon.
Veröffentlichte Tarife apples-to-apples nebeneinandergelegt
Die KI stellt die veröffentlichten Tarife strukturiert gegenüber und normalisiert die Leistungsmerkmale, damit wirklich Vergleichbares nebeneinandersteht: Deckungsumfang, Summen, Selbstbeteiligung, Ausschlüsse, Prämie. Sie arbeitet nur mit aktuellen, verifizierten Tarifständen und bereitet die Vergleichsgrundlage auf, die du bewertest. Sie wählt keinen Gewinner aus und gewichtet nicht für den Kunden, das bleibt deine fachliche Aufgabe.
Ein Kunde wünscht drei Angebote für eine Privathaftpflicht mit mindestens 10 Millionen Euro Deckungssumme. Die KI legt drei aktuelle Tarife nebeneinander, mit den Unterschieden bei Forderungsausfall, Gefälligkeitsschäden und Deckungssumme klar markiert. Du prüfst die Aufstellung und entscheidest, welcher Tarif zu diesem Kunden passt.
Du gehst mit einer sauberen, echten Vergleichbarkeit ins Gespräch statt mit einer Preisliste. Die stundenlange Handarbeit des Zusammentragens fällt weg, und die Grundlage für deine Empfehlung ist vollständig und aktuell, wenn du sie brauchst.
Leistungsmerkmale statt nur Preis gewichtet
Die KI bildet die tatsächlich relevanten Leistungsmerkmale ab, nicht nur die Prämie, und macht sichtbar, wo Tarife inhaltlich auseinandergehen. Sie hebt Unterschiede hervor, die im reinen Preisvergleich untergehen, etwa Deckungserweiterungen, Ausschlüsse oder Wartezeiten. Die fachliche Gewichtung, was für den einzelnen Kunden am schwersten wiegt, bleibt bei dir.
Beim Privathaftpflicht-Vergleich ist das günstigste Angebot beim Forderungsausfall und bei der Ausfalldeckung schwächer. Die KI markiert das deutlich, statt nur die niedrigste Prämie hervorzuheben. Du erklärst dem Kunden, warum das etwas teurere Angebot für seine Situation das geeignetere ist, mit den Fakten sichtbar auf dem Tisch.
Der Vergleich verführt nicht zum reinen Preisblick, sondern zeigt, worauf es fachlich ankommt. Du berätst auf Substanz, kannst deine Empfehlung sauber begründen und schützt den Kunden vor einem billigen, aber lückenhaften Vertrag.
Vergleichsgrundlage für die Beratungsdokumentation vorbereitet
Aus dem aufbereiteten Vergleich entsteht eine nachvollziehbare Grundlage, auf die du deine Beratung stützt. Die KI hält fest, welche Tarife herangezogen wurden und worin sie sich unterscheiden, sodass die hinreichende Zahl am Markt angebotener Verträge nach § 60 VVG dokumentiert vorliegt. Die Beratungsdokumentation selbst, mit den Gründen für deinen Rat, verantwortest du nach § 61 VVG.
Nach dem Gespräch hast du eine strukturierte Übersicht der drei verglichenen Privathaftpflicht-Tarife samt ihrer Unterschiede. Du ergänzt deine Begründung, warum du diesen einen empfohlen hast, und legst beides zur Akte. Das Protokoll steht auf einer sauberen, belegbaren Vergleichsbasis.
Deine Dokumentation ruht auf einer nachvollziehbaren Grundlage statt auf einer Erinnerung, was du verglichen hast. Das entlastet dich im Streitfall und macht deine Beratung überprüfbar, ohne dass du die Vergleichsarbeit zweimal machst.
Aktuelle Tarifstände, keine veralteten Bedingungen
Die KI vergleicht ausschließlich aktuelle, verifizierte Tarifstände und markiert, wenn eine Grundlage nicht mehr belastbar ist. Ein Vergleich auf veralteten Bedingungen oder Prämien wäre irreführend, deshalb prüft sie die Aktualität, bevor sie die Gegenüberstellung erstellt. Wo ein Stand unklar ist, weist sie darauf hin, statt eine scheinbar saubere Tabelle mit falschen Zahlen zu liefern.
Bei einem der drei Tarife erkennt die KI, dass die hinterlegten Bedingungen einer älteren Fassung entsprechen. Sie markiert den Tarif als nicht aktuell verifiziert und nimmt ihn nicht ungeprüft in den Vergleich auf. Du bekommst einen Hinweis statt einer stillen Fehlerquelle in deiner Empfehlung.
Deine Empfehlung steht nie auf einem veralteten Vergleich. Du vermeidest den Fehler, einem Kunden einen Tarif auf Basis alter Bedingungen zu empfehlen, und dein Vergleich bleibt so belastbar, wie ihn Recht und Kunde erwarten.
Was sich für den Angebotsvergleich heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- Die rechtliche Grundlage macht die Aufgabe greifbar: Nach § 60 VVG muss der Makler seinem Rat eine hinreichende Zahl am Markt angebotener Verträge und Versicherer zugrunde legen, so dass er nach fachlichen Kriterien einen geeigneten Vertrag empfehlen kann. Eine KI kann veröffentlichte Tarife apples-to-apples nebeneinanderlegen, Leistungsmerkmale normalisieren und die Vergleichsgrundlage vorbereiten, die der Makler bewertet, und das lässt sich heute solide bauen.§ 60 VVG
- Die Offenheit im Berufsstand ist hoch und wächst schnell: 64 Prozent der Makler stehen KI positiv gegenüber, nach 46 Prozent im Vorjahr, gerade beim Aufbereiten und Vergleichen von Tarifen. Zugleich sehen 55 Prozent den Datenschutz als größte Herausforderung. Die Skepsis richtet sich weniger gegen den Nutzen als gegen Datenschutz und Haftung, weshalb der Mensch am Ende die Empfehlung verantwortet.Versicherungsmagazin
- Auch die Kundenseite trägt es: 39 Prozent der Bundesbürger würden eine KI nutzen, die den bestehenden Schutz analysiert und Alternativen vorschlägt. Kunden wünschen sich Transparenz zwischen den Tarifen, und ein apples-to-apples-Vergleich veröffentlichter Tarife liefert genau diese Übersicht, ohne dem Kunden die Auswahl abzunehmen.Bitkom
- Ehrlich bleiben bei der Grenze: Eine KI beschleunigt die Aufbereitung, sie ersetzt aber nicht die fachliche Gewichtung und schon gar nicht die Empfehlung. Ein Vergleich ist nur so gut wie die Aktualität und Vollständigkeit der zugrunde liegenden Tarifdaten. Miss den Nutzen an deiner eigenen Praxis, etwa an der Zeit bis zum fertigen Vergleich und an der Nachvollziehbarkeit deiner Beratungsdokumentation, statt an pauschalen Effizienzversprechen.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Goldene Regel: Die KI vergleicht und normalisiert veröffentlichte Tarife, wählt aber niemals den Gewinner-Tarif für den Kunden aus. Welcher Vertrag geeignet ist, empfiehlt der Makler nach fachlichen Kriterien und dokumentiert die Gründe nach § 60 und § 61 VVG. Die Vergleichsarbeit ist Vorbereitung, die Empfehlung ist ein menschlicher Akt.§ 61 VVG
- Die zwei Ebenen der KI-Verordnung: Der Vergleich veröffentlichter Kfz- und Sach-Tarife ist keine Hochrisiko-Anwendung nach Anhang III. Die individuelle Risikobewertung und Preisbildung für Personen in Leben und Kranken ist dagegen ausdrücklich Hochrisiko. Diese Linie hältst du strikt ein: aufbereiten und vergleichen ja, Personen bewerten und bepreisen nein.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- Nur aktuelle, verifizierte Tarifstände vergleichen: Ein Vergleich auf veralteten Bedingungen oder Prämien wäre irreführend nach § 5 UWG. Die KI prüft die Aktualität, bevor sie eine Gegenüberstellung erstellt, und markiert unklare Stände, statt eine scheinbar saubere Tabelle mit falschen Zahlen zu liefern.§ 5 UWG
- Echte Vergleichbarkeit statt Preisschau: Der Vergleich muss die tatsächlich relevanten Leistungsmerkmale abbilden, nicht nur den Preis. Deckungserweiterungen, Ausschlüsse und Wartezeiten gehören sichtbar in die Gegenüberstellung, und die fachliche Gewichtung dessen, was für den einzelnen Kunden am schwersten wiegt, bleibt beim Makler.
Policen- und Dokumentenprüfung: passt die Police zu dem, was ihr besprochen habt
Die Police kommt vom Versicherer zurück, und im besten Fall steht drin, was du mit deinem Kunden besprochen hast. Im Alltag steht es nicht immer drin. Ein Baustein fehlt, eine Deckungssumme weicht ab, eine Klausel ist enger gefasst als vereinbart. Nach § 61 VVG musst du die Wünsche und Bedürfnisse deines Kunden erfragen, beraten und die Gründe für jeden Rat dokumentieren. Das Beratungsprotokoll ist Pflicht und im Streitfall beweisrelevant, und genau daran misst sich später, ob die Police hält, was die Beratung versprochen hat.
Der Abgleich Zeile für Zeile ist genau die Arbeit, die im Tagesgeschäft untergeht. Zwischen zwei Terminen überfliegst du den Nachtrag, hakst ihn ab und legst ihn weg. Wenn der Kunde Monate später einen Schaden meldet und die vereinbarte Elementardeckung fehlt, ist der Ärger groß und die Dokumentation entscheidet. Dass Makler hier genauer hinsehen wollen, zeigt die Stimmung im Markt: 64 Prozent der Makler stehen KI positiv gegenüber, zugleich nennen 55 Prozent den Datenschutz als größte Herausforderung. Die Offenheit ist da, die Verantwortung bleibt.
Eine KI, aufgesetzt auf deine dokumentierten Wünsche und Bedürfnisse, prüft jede Police und jeden Nachtrag gegen das, was vereinbart war. Sie liest die Deckungssummen, Bausteine, Selbstbeteiligungen und Klauseln aus dem Dokument, hält sie neben das Beratungsprotokoll und markiert jede Abweichung, damit sie dir nicht durchrutscht. Sie verwaltet parallel die Nachweise, die an der Maklererlaubnis nach § 34d GewO hängen, und wacht über Fristen.
Die Grenze bleibt klar. Die KI markiert und ordnet, sie urteilt nicht über Deckung oder Lücke. Jede markierte Abweichung prüfst und gibst du frei, bevor sie deinen Kunden erreicht, und die Beratungsdokumentation nach § 61 VVG verantwortest du. Die KI ist ein Kontrollwerkzeug, keine Übertragung der Verantwortung.
Police gegen die dokumentierten Wünsche und Bedürfnisse prüfen
Die KI liest die zentralen Merkmale aus der eingereichten Police, also Versicherungssummen, eingeschlossene Bausteine, Selbstbeteiligungen, Ausschlüsse und Klauseln, und hält sie neben die im Beratungsprotokoll dokumentierten Wünsche und Bedürfnisse. Weicht etwas ab oder fehlt ein vereinbarter Baustein, markiert sie die Stelle mit Verweis auf die betreffende Passage. Sie bewertet nicht, ob eine Lücke schlimm ist, sie macht die Abweichung nur sichtbar, damit du sie fachlich einordnest.
Ein Kunde hatte im Beratungsgespräch die erweiterte Elementardeckung für sein Wohngebäude ausdrücklich gewünscht. Die KI prüft die vom Versicherer gelieferte Police und meldet: Elementarschäden sind im Bedingungswerk nicht eingeschlossen. Du siehst die Abweichung sofort, klärst sie mit dem Versicherer, statt dass sie erst beim nächsten Starkregen auffällt.
Der Abgleich zwischen Zusage und Police passiert systematisch statt zwischen Tür und Angel. Keine vereinbarte Deckung geht unbemerkt verloren, und dein Beratungsprotokoll und die tatsächliche Police stimmen überein, wenn es darauf ankommt.
Nachträge und Vertragsänderungen auf stille Abweichungen prüfen
Bei jedem Nachtrag, jeder Beitragsanpassung und jeder Bedingungsänderung vergleicht die KI die neue Fassung mit dem bisherigen Stand und den dokumentierten Vorgaben. Sie hebt hervor, was sich geändert hat, von der Prämie über die Deckungssumme bis zur Klausel, und markiert Änderungen, die den vereinbarten Schutz berühren. Automatisch entschieden wird nichts, jede markierte Änderung geht zur Prüfung an dich.
Ein Wohngebäudeversicherer verschickt einen Nachtrag mit angepasstem Beitrag und einer neu gefassten Grobfahrlässigkeitsklausel. Die KI erkennt die geänderte Klausel im Fließtext und markiert sie, weil sie den Leistungsumfang verändert. Du entscheidest, ob du den Kunden proaktiv darauf ansprichst, statt die Änderung im Nachtrag zu überlesen.
Änderungen, die zwischen den Zeilen eines Nachtrags stehen, verschwinden nicht mehr im Stapel. Du erfährst von einer verschlechterten Klausel, solange du noch reagieren kannst, und dokumentierst deine Beratung dazu belastbar.
Das Beratungsprotokoll strukturiert vorbereiten
Aus dem Gesprächsverlauf und den erfassten Wünschen und Bedürfnissen entwirft die KI ein strukturiertes Beratungsprotokoll: erfragter Bedarf, empfohlene Lösung, die Gründe für den Rat und die berücksichtigten Vertragsmerkmale. Sie hält sich strikt an das Dokumentierte und fügt nichts hinzu. Der Entwurf ist eine Arbeitsvorlage, die du prüfst, ergänzt und verantwortest, denn die Dokumentationspflicht nach § 61 VVG bleibt deine Aufgabe.
Nach einem Beratungsgespräch zur Privathaftpflicht legt die KI ein Protokoll-Gerüst vor: gewünschte Deckungssumme, mitversicherte Personen, der Grund für die Empfehlung einer höheren Deckung. Du liest es gegen, ergänzt eine fachliche Begründung und gibst frei, statt das Protokoll von einem leeren Blatt aus zu tippen.
Die formale Dokumentationsarbeit rund um jedes Gespräch wird schneller und vollständiger, ohne dass die Verantwortung wandert. Deine Zeit fließt in die fachliche Begründung, nicht in das Abtippen der Rahmendaten.
Weiterbildungsnachweise und Fristen revisionssicher verwalten
Die KI führt die Nachweise, die an deiner Maklertätigkeit hängen: die 15 Zeitstunden Weiterbildung pro Kalenderjahr nach § 34d Abs. 9 GewO, die jährliche Erklärung gegenüber der IHK und die Aufbewahrungsfristen. Sie erinnert früh genug an offene Stunden und fehlende Nachweise und legt die Belege strukturiert und mindestens fünf Jahre revisionssicher ab. Die Weiterbildung selbst und die fachliche Prüfung nimmt sie dir nicht ab.
Im Oktober meldet die KI, dass in diesem Kalenderjahr noch vier Weiterbildungsstunden fehlen, und listet die bereits dokumentierten Nachweise auf. Du buchst rechtzeitig ein Seminar und stellst am Jahresende die IHK-Erklärung aus einer vollständigen Ablage aus, statt im Dezember Belege zusammenzusuchen.
Die aufsichtsrechtlichen Pflichten laufen im Hintergrund geordnet mit, statt am Jahresende Stress zu machen. Die Nachweise sind vollständig und fristgerecht abgelegt, wenn die IHK sie sehen will.
Was sich für die Policen- und Dokumentenprüfung heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- KI ist im Back-Office der Makler angekommen: 35 Prozent der Vermittler nutzen bereits generative KI, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr mit 16 Prozent, und der Einstieg erfolgt typischerweise über wiederkehrende Schreib- und Prüfaufgaben. Ein Assistent, der Dokumente strukturiert gegen hinterlegte Vorgaben abgleicht, lässt sich auf dieser Basis heute solide bauen.VersicherungsJournal
- Die Grundhaltung im Markt trägt diesen Einsatz: 64 Prozent der Makler stehen KI positiv gegenüber, vor rund anderthalb Jahren waren es erst 46 Prozent. Zugleich nennen 55 Prozent den Datenschutz als größte Herausforderung. Das passt genau zu einem Prüf-Assistenten, der die Fleißarbeit übernimmt, während die fachliche Beurteilung und der sensible Umgang mit den Daten beim Makler bleiben.Versicherungsmagazin
- Der rechtliche Anlass ist klar umrissen: Nach § 61 VVG richtet sich die Dokumentation nach der Komplexität des Vertrags, und das Beratungsprotokoll ist beweisrelevant. Eine KI, die Policen gegen die dokumentierten Wünsche und Bedürfnisse hält, arbeitet damit gegen ein festes, nachvollziehbares Prüfraster statt gegen ein Gefühl.§ 61 VVG
- Ehrlich bleiben bei der Erwartung: Die KI beschleunigt den Abgleich und macht Abweichungen sichtbar, sie ersetzt aber nicht deine fachliche Prüfung und nicht deine Verantwortung für die Beratungsdokumentation. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an der Zahl früh erkannter Abweichungen und der Zeit pro Police, statt dich auf pauschale Effizienzversprechen zu verlassen.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Die Beurteilung bleibt beim Makler: Die KI prüft Vollständigkeit und Konsistenz gegen die dokumentierten Wünsche und Bedürfnisse und markiert Abweichungen, aber die Beratungsdokumentation nach § 61 VVG ist deine Aufgabe und Verantwortung. Jede von der KI markierte Abweichung prüfst und gibst du frei, bevor sie dem Kunden mitgeteilt wird, denn eine Aussage über Deckung oder Lücke ist eine fachliche Beurteilung.§ 61 VVG
- Datenschutz bei sensiblen Policen: Policen enthalten personenbezogene und teils besondere Daten, etwa Gesundheitsangaben bei Personenversicherungen nach Art. 9 DSGVO. Setzt du externe KI-Dienste zur Prüfung ein, ist das Auftragsverarbeitung, und Art. 28 DSGVO verlangt einen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten Weisungen und Löschpflichten.Art. 28 DSGVO
- Nachweise revisionssicher aufbewahren, nicht umgehen: Weiterbildungs- und Beratungsnachweise sind mindestens fünf Jahre auf einem dauerhaften Datenträger vorzuhalten, die Weiterbildungspflicht beträgt 15 Zeitstunden pro Kalenderjahr nach § 34d Abs. 9 GewO. Die KI-Ablage muss diese Aufbewahrung unterstützen und darf sie nicht aushebeln.BaFin
- Realismus im Betrieb: Eine KI, die gegen ein veraltetes Beratungsprotokoll oder einen falschen Vertragsstand prüft, produziert überzeugend klingende, aber falsche Markierungen. Deshalb arbeitet sie nur mit aktuellen, verifizierten Ständen, meldet ehrlich, wenn ihr eine Grundlage fehlt, und jede Markierung durchläuft deine Freigabe, bevor sie den Kunden erreicht.
Self-Service für Bescheinigungen: Standarddokumente, wenn der Kunde sie braucht
Viele Anfragen im Maklerbüro sind keine Beratung, sondern ein schnelles Dokument. Der Kunde braucht eine Bestätigung, dass seine Privathaftpflicht aktiv ist, einen Deckungsnachweis für den Vermieter, ein Änderungsformular für die neue Adresse. Fachlich trivial, aber jede dieser Anfragen landet auf demselben Schreibtisch und drängt sich zwischen die Termine, die wirklich deine fachliche Beurteilung brauchen.
Der Kunde erwartet das Dokument längst nicht mehr zu Bürozeiten und per Post. 47 Prozent der Bundesbürger würden sich beim Ausfüllen von Versicherungsanträgen und Formularen von einer KI unterstützen lassen, bei den 16- bis 49-Jährigen sind es über 52 Prozent. Und der Kanal ist informell: Anfang 2025 nutzten 83 Prozent der 16- bis 74-Jährigen Messengerdienste wie WhatsApp. Die Bestätigung wird abends per Nachricht angefragt, nicht am Vormittag am Telefon.
Eine KI, angebunden an deinen verifizierten Bestand, nimmt diese Standardanfragen rund um die Uhr auf und bereitet das passende Dokument vor. Sie erkennt, welche Bescheinigung gemeint ist, zieht die aktuellen Vertragsdaten und legt dir den fertigen Entwurf zur Freigabe vor oder versendet ihn im klar definierten Standardfall direkt. Der Einstieg vieler Vermittler in KI läuft genau über solche wiederkehrenden Aufgaben, weil die Zeitersparnis dort am schnellsten spürbar ist.
Die Grenze ist eng gezogen und bewusst so. Dokumente entstehen nur aus verifizierten, aktuellen Bestandsdaten, und nur klar definierte Standarddokumente laufen automatisiert. Alles, was nicht Routine ist, geht an dich, und rechtsverbindliche Zusagen entstehen nie ohne menschliche Prüfung. Der Assistent gibt sich als KI zu erkennen, und eine falsche Bescheinigung wäre nicht nur unangenehm, sondern rechtlich heikel.
Standardbescheinigungen aus verifizierten Bestandsdaten vorbereiten
Der Assistent erkennt aus der Anfrage, welches Standarddokument gebraucht wird, etwa eine Versicherungsbestätigung, ein Deckungsnachweis oder eine Bestätigung über einen aktiven Vertrag. Er zieht die passenden, aktuellen Vertragsdaten aus dem Bestand und füllt die hinterlegte Vorlage. Im klar definierten Standardfall legt er dir den fertigen Entwurf zur Freigabe vor, bei jeder Unklarheit oder Abweichung übergibt er an einen Menschen, statt zu raten.
Ein Kunde bittet um eine Bestätigung, dass seine Privathaftpflicht aktiv ist, weil sein neuer Vermieter sie sehen will. Der Assistent prüft den Vertragsstatus im Bestand, füllt die Bestätigungsvorlage mit den verifizierten Daten und legt sie dir zur Freigabe vor. Du gibst mit einem Klick frei, statt das Dokument von Hand zusammenzustellen.
Routineanfragen nach Bescheinigungen fressen nicht mehr die Zeit, die für Beratung gedacht ist. Der Kunde bekommt sein Dokument schnell und korrekt, und dein Büro arbeitet die Standardfälle in Minuten statt in halben Tagen ab.
WhatsApp und Portal als Self-Service-Kanal rund um die Uhr
Über die WhatsApp Business API oder ein Kundenportal nimmt der Assistent Dokumentanforderungen auch außerhalb der Bürozeiten auf. Er stellt sich als KI vor, klärt in natürlicher Sprache, welches Dokument gebraucht wird und für wen, und bestätigt den Eingang. Standarddokumente bereitet er sofort vor, komplexere Anliegen legt er strukturiert für den nächsten Werktag auf deinen Tisch.
Sonntagabend schreibt eine Kundin per WhatsApp, sie brauche für die Zulassungsstelle am Montag einen Nachweis über ihre Kfz-Haftpflicht. Der Assistent nimmt die Anfrage auf, bereitet den Nachweis aus den Bestandsdaten vor und legt ihn dir für Montagfrüh zur Freigabe bereit. Die Kundin hat das Dokument, bevor die Zulassungsstelle öffnet.
Du bist auf dem Kanal erreichbar, den die meisten Menschen ohnehin täglich nutzen, ohne dass jemand am Sonntag im Büro sitzt. Anfragen, die früher bis Montag lagen, sind vorbereitet, wenn du den Rechner aufklappst.
Änderungsformulare vorstrukturieren
Bei Standardänderungen wie einer neuen Anschrift, einer geänderten Bankverbindung oder einem Fahrzeugwechsel erfasst der Assistent die neuen Angaben im Dialog, prüft sie auf Plausibilität gegen den Bestand und füllt das passende Änderungsformular vor. Er löst die Änderung nicht selbst aus, sondern bereitet sie so auf, dass du sie prüfen, freigeben und an den Versicherer weiterleiten kannst.
Ein Kunde teilt per Nachricht seine neue Adresse nach einem Umzug mit. Der Assistent erfasst die Änderung, ordnet sie den betroffenen Verträgen zu und legt die vorbereiteten Änderungsmitteilungen für zwei Policen bereit. Du prüfst kurz und gibst weiter, statt jedes Formular einzeln auszufüllen.
Wiederkehrende Bestandsänderungen kommen strukturiert und vorbereitet bei dir an, mit den richtigen Verträgen bereits zugeordnet. Das spart Tipparbeit und verhindert, dass eine Adressänderung nur bei einem von drei Verträgen ankommt.
Menschliche Prüfung bei allem, was nicht Standard ist
Der Assistent unterscheidet sauber zwischen klar definierten Standarddokumenten und allem anderen. Sobald eine Anfrage aus dem festgelegten Rahmen fällt, etwa weil sie eine Deckungsaussage, eine Auslegung oder eine nicht hinterlegte Vorlage verlangt, stoppt er die Automatik und übergibt den vollständigen Verlauf an dich. Welche Dokumente automatisiert laufen dürfen und wo die Grenze verläuft, legst du fest.
Ein Kunde bittet nicht um eine Standardbestätigung, sondern um eine schriftliche Auskunft, ob ein bestimmter Schaden gedeckt wäre. Der Assistent erkennt, dass das eine Deckungsaussage ist, erzeugt kein Dokument und leitet die Anfrage mit dem gesamten Verlauf an dich weiter. Du beantwortest sie fachlich, statt dass eine Maschine eine verbindliche Aussage riskiert.
Die Automatik bleibt auf das begrenzt, was wirklich risikolos ist, und alles Sensible landet bei einem Menschen. So gewinnst du Tempo bei den Standardfällen, ohne bei den heiklen Fällen die Kontrolle abzugeben.
Was sich für den dokumentbezogenen Self-Service heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- Die Nachfrage nach digitaler Selbstbedienung ist belegt: 47 Prozent der Bundesbürger würden sich beim Ausfüllen von Versicherungsanträgen und Formularen von einer KI unterstützen lassen, bei den 16- bis 49-Jährigen über 52 Prozent. Standarddokumente aus verifizierten Bestandsdaten automatisch vorzubereiten trifft damit einen ausdrücklich gewünschten Anwendungsfall.Bitkom
- Der Kanal ist gesetzt: Anfang 2025 nutzten 83 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland Messengerdienste wie WhatsApp, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Kunden fordern Bescheinigungen zunehmend informell und außerhalb der Bürozeiten an, und die WhatsApp Business API ist ein stabiler, dokumentierter Integrationspunkt, über den ein Assistent solche Anfragen heute solide entgegennehmen kann.Destatis
- Der Einstieg passt zur Praxis: 35 Prozent der Vermittler nutzen bereits generative KI, und der Einstieg erfolgt typischerweise über repetitive Back-Office-Aufgaben wie Standardschreiben und Bescheinigungen, wo die Zeitersparnis am schnellsten spürbar ist. Genau dort setzt ein dokumentbezogener Self-Service an.VersicherungsJournal
- Ehrlich bleiben bei der Grenze: Der Nutzen liegt in den klar definierten Standardfällen, nicht in jeder Anfrage. Ein Self-Service, der versucht, auch Deckungs- und Auslegungsfragen zu beantworten, verschiebt Risiko auf die Maschine. Miss den Effekt an deinen eigenen Zahlen, etwa an der Zahl automatisiert erledigter Standarddokumente und der Zeit pro Anfrage, und halte die Automatik bewusst eng.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Nur aus verifizierten Daten, keine falschen Zusagen: Dokumente und Bescheinigungen entstehen ausschließlich aus aktuellen, verifizierten Bestandsdaten. Eine falsche Deckungsbestätigung wäre nicht nur rechtlich heikel, sondern als unzutreffende Angabe zu einem wesentlichen Merkmal irreführend nach § 5 UWG. Deshalb prüft der Makler jeden nicht standardisierten Fall vor dem Versand.§ 5 UWG
- Kennzeichnung und menschliche Prüfung: Der Self-Service-Assistent muss sich als KI zu erkennen geben. Nach Art. 50 der KI-Verordnung müssen Personen erkennen können, dass sie mit einem KI-System interagieren, die Transparenzpflichten gelten ab dem 2. August 2026. Rechtsverbindliche Zusagen erzeugt der Assistent nie ohne menschliche Prüfung.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- Datenschutz beim Versand: Der Versand personenbezogener Dokumente über Messenger oder Portale ist Auftragsverarbeitung. Art. 28 DSGVO verlangt dafür einen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Dienstleister, und die Übermittlung muss sicher erfolgen, nicht über einen ungesicherten Kanal.Art. 28 DSGVO
- Realismus im Betrieb: Ein Assistent, der auf einem falschen oder veralteten Vertragsstatus arbeitet, stellt überzeugend aussehende, aber falsche Bescheinigungen aus, und das automatisiert. Deshalb liest er nur live verifizierte Daten, hält die Automatik auf klar definierte Standarddokumente begrenzt und übergibt jeden Zweifelsfall an einen Menschen.
Schaden-Intake und Erstassistenz: vollständig aufgenommen, wenn der Schaden passiert
Ein Schaden meldet sich nicht zur Bürozeit an. Die Waschmaschine läuft aus, es kracht auf dem Parkplatz, der Sturm deckt das Dach ab, und der Kunde greift genau dann zum Telefon oder schreibt, wenn er aufgeregt ist und nicht weiß, was er tun soll. Für dein Büro ist das Schadengeschäft Massengeschäft mit hoher Frequenz: Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer zahlten 2025 rund 69,4 Milliarden Euro an Leistungen aus, und hinter jeder dieser Leistungen steht ein Fall, der zuerst schnell und vollständig aufgenommen werden muss.
Die erste Phase entscheidet über den Rest. Wird der Schaden lückenhaft gemeldet, fehlen später Fotos, Zeugen oder das genaue Datum, und die Regulierung zieht sich. Gerade in Schadenspitzen nach einem Unwetter kommt alles auf einmal, während dein Büro dieselbe Besetzung hat wie an einem ruhigen Dienstag. Die Kfz-Sparte erreichte 2025 mit einer Combined Ratio von 96 Prozent erstmals seit Jahren wieder ein positives Ergebnis, auch weil größere Naturkatastrophen ausblieben, doch Frequenz und Schadenlast schwanken stark mit dem Wetter.
Eine KI, angebunden an deine Prozesse, nimmt den Erstschaden strukturiert auf, rund um die Uhr. Sie fragt geordnet ab, was passiert ist, wann und wo, welche Police betroffen sein könnte und welche Fotos und Unterlagen gebraucht werden, beruhigt in der ersten Aufregung und wacht über die Meldefristen. Aus dem oft chaotischen ersten Kontakt entsteht eine vollständige, sortierte Meldung, die du prüfst und an den Versicherer weiterreichst.
Gerade beim Schaden ist die Grenze besonders eng, und das aus gutem Grund. Kunden sind hier zurückhaltender als bei Antrag oder Vergleich: Nur 24 Prozent würden akzeptieren, dass eine KI Unfall- oder Schadenfotos auswertet und den Schaden einschätzt. Die KI bleibt deshalb strikt bei Aufnahme und Strukturierung. Sie gibt kein Anspruchsurteil ab und macht keine Auszahlungszusage, sie entscheidet nichts über Deckung, Höhe oder Regulierung. Das bleibt bei dir und dem Versicherer.
Strukturierter Erst-Intake rund um die Uhr
Der Assistent nimmt die Schadenmeldung über Telefon, Chat oder Messenger auf, auch abends und am Wochenende. Er führt geordnet durch die entscheidenden Fragen, also was passiert ist, wann und wo, wer beteiligt war und welcher Vertrag betroffen sein könnte, und fordert die passenden Nachweise wie Fotos, Rechnungen oder ein Schadenprotokoll an. Er bewertet den Schaden nicht, er sorgt nur dafür, dass die Meldung von Anfang an vollständig ist.
Freitagabend meldet ein Kunde einen Wasserschaden im Bad. Der Assistent nimmt Zeitpunkt, Ursache und betroffene Räume auf, bittet um Fotos der beschädigten Stellen und ordnet den Fall der Hausratversicherung zu. Am Montag findet dein Büro eine vollständige Meldung vor, nicht einen Rückruf-Zettel mit dem Stichwort Wasserschaden.
Die erste, oft emotionale Phase ist abgedeckt, ohne dass jemand nachts im Büro sitzt. Weil der Schaden von Anfang an vollständig aufgenommen ist, entfallen die späteren Rückfragen, die eine Regulierung sonst um Tage verzögern.
Meldefristen und Vollständigkeit im Blick
Der Assistent kennt die typischen Melde- und Mitwirkungsfristen und wacht darüber, dass ein aufgenommener Schaden nicht liegen bleibt. Er zeigt dir offene Meldungen, bei denen noch Unterlagen fehlen oder eine Frist näher rückt, und bereitet die Weiterleitung an den Versicherer so vor, dass alle Pflichtangaben enthalten sind. Ausgelöst wird die Meldung an den Versicherer erst nach deiner Prüfung.
Nach einem Unwetter laufen an einem Wochenende zwölf Schäden auf. Der Assistent nimmt alle strukturiert auf und markiert am Montag die drei Fälle, bei denen noch Fotos fehlen, bevor sie an den Versicherer gehen. Du forderst gezielt nach, statt zwölf unfertige Meldungen sortieren zu müssen.
Auch in einer Schadenspitze bleibt der Überblick erhalten, und keine Meldung verfällt an einer Frist. Die Weiterleitung an den Versicherer geht vollständig raus, was Rückläufer und Nacharbeit reduziert.
Erstassistenz und Beruhigung mit schnellem Weg zum Menschen
Der Assistent gibt in der ersten Aufregung klare, sachliche Handlungshinweise, etwa den Schaden zu sichern, zu dokumentieren und nichts vorschnell zu entsorgen, ohne dabei eine Deckungs- oder Auszahlungsaussage zu treffen. Er erkennt belastende oder komplexe Fälle und leitet sie zügig an einen Menschen weiter. Der Kunde kann jederzeit einen Mitarbeiter verlangen, und dieser Weg ist kurz.
Ein Kunde meldet nachts einen Auffahrunfall und ist sichtlich durcheinander. Der Assistent nimmt die Eckdaten auf, rät, die Unfallstelle und die Fahrzeuge zu fotografieren und die Personalien auszutauschen, und sichert einen Rückruf am Morgen zu. Über Verschulden oder Deckung sagt er bewusst nichts.
Der Kunde fühlt sich im Ernstfall aufgefangen statt allein gelassen, und trotzdem trifft keine Maschine eine Aussage, die ihr nicht zusteht. Die belastenden Fälle landen schnell bei einem Menschen, die Routine ist sofort abgedeckt.
Vollständige Meldung zur Prüfung durch den Makler
Aus dem Gesprächsverlauf erstellt der Assistent eine sortierte Schadenmeldung mit allen erfassten Angaben und Anhängen und legt sie dir zur Prüfung vor. Du kontrollierst Plausibilität und Vollständigkeit, ergänzt fachlich, was fehlt, und gibst die Meldung an den Versicherer frei. Die KI beschleunigt die Aufnahme, ersetzt aber nicht deine fachliche Kontrolle vor der Weiterleitung.
Ein Leitungswasserschaden ist über das Wochenende vollständig aufgenommen, inklusive Fotos und einer ersten Kostenschätzung des Kunden. Am Montag prüfst du die Meldung in wenigen Minuten, ergänzt den Hinweis auf eine mitversicherte Position und gibst sie frei, statt den Fall von null aufzunehmen.
Deine Zeit fließt in die fachliche Prüfung und die Kommunikation mit dem Versicherer, nicht in die Rohaufnahme des Schadens. Die Meldung geht schneller und vollständiger raus, ohne dass die Kontrolle bei dir verloren geht.
Was sich für den Schaden-Intake heute solide bauen lässt und wo Realismus angebracht ist.
- Der Bedarf ist groß und dauerhaft: Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer zahlten 2025 rund 69,4 Milliarden Euro an Leistungen aus, das Schadengeschäft ist Massengeschäft mit hoher Frequenz. Hinter jeder Leistung steht ein Fall, der zuerst schnell und vollständig aufgenommen werden muss, und genau diese Aufnahme lässt sich heute strukturiert automatisieren.GDV
- Die Kundenakzeptanz zieht hier eine klare Linie: Nur 24 Prozent der Bundesbürger würden akzeptieren, dass eine KI Unfall- oder Schadenfotos auswertet und den Schaden einschätzt, deutlich weniger als bei Antrag oder Vergleich. Das ist kein Argument gegen KI im Schaden, sondern die Vorgabe, sie strikt auf Aufnahme und Strukturierung zu begrenzen und die Bewertung dem Menschen zu lassen.Bitkom
- Der Wert zeigt sich in der Spitze: Die Kfz-Sparte erreichte 2025 mit einer Combined Ratio von 96 Prozent erstmals seit Jahren wieder ein positives Ergebnis, auch weil größere Naturkatastrophen ausblieben. Schadenlast und Frequenz schwanken stark mit dem Wetter, und ein Intake, der in einer Unwetterspitze Fristen wacht und Meldungen vollständig aufnimmt, entlastet genau dann, wenn es eng wird.Versicherungsmagazin
- Ehrlich bleiben bei der Erwartung: Die KI verkürzt die Aufnahme und macht Meldungen vollständiger, sie entscheidet aber nichts über den Anspruch und ersetzt nicht deine Kontrolle vor der Weiterleitung. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an der Zahl vollständig aufgenommener Erstmeldungen und der Zeit bis zur Weiterleitung an den Versicherer, statt an pauschalen Effizienzversprechen.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- Kein Anspruchsurteil, keine Auszahlungszusage: Die KI nimmt den Schaden auf, strukturiert ihn und wacht über Fristen, aber sie entscheidet nichts über Deckung, Höhe oder Regulierung. Diese Beurteilung bleibt bei Makler und Versicherer, und der Makler prüft jede aufgenommene Meldung, bevor sie weitergeleitet wird. Die KI beschleunigt, ersetzt aber nicht die fachliche Kontrolle.
- Gesundheitsdaten sind besonders geschützt: Schadenmeldungen enthalten häufig Gesundheitsdaten, etwa bei Personen-, Unfall-, BU- oder Krankenschäden. Das sind besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO und nur so weit zu verarbeiten, wie es zwingend nötig ist. Der Assistent nimmt solche Angaben nur im erforderlichen Umfang auf.DSGVO
- Kennzeichnung und Weg zum Menschen: Der Assistent gibt sich zu Beginn als KI zu erkennen, wie es Art. 50 der KI-Verordnung verlangt (Transparenzpflichten ab 2. August 2026), und leitet in belastenden Fällen zügig an einen Menschen weiter. Fotos, Dokumente und Beschreibungen werden über einen Auftragsverarbeiter verarbeitet, wofür Art. 28 DSGVO einen schriftlichen Vertrag und ein Löschkonzept verlangt.Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)Art. 28 DSGVO
- Realismus im Betrieb: Ein Intake-Assistent, der auf einem falschen Vertragsstand oder einer unklaren Zuordnung arbeitet, leitet Meldungen an die falsche Police weiter. Deshalb liest er nur live verifizierte Daten, sagt ehrlich, wenn eine Zuordnung unsicher ist, und jede Meldung durchläuft deine Prüfung, bevor sie den Versicherer erreicht.
Courtage-Abrechnung und E-Rechnung: Differenzen erkannt, bevor sie sich summieren
Die Courtage ist dein Umsatz, und sie kommt in Positionen aus vielen Quellen: von Pools, direkt von Versicherern, monatlich und quartalsweise, mit Storno, Nachvergütung und Bestandsprovision durcheinander. Jede Abrechnung Zeile für Zeile gegen deine Erwartung zu halten, ist mühsam, und genau deshalb bleibt es oft liegen. Eine zu niedrig gebuchte Position hier, eine vergessene Nachvergütung dort, und über das Jahr summiert sich das zu einem Betrag, den niemand bemerkt hat.
Dafür ist die Courtage-Abrechnung wie geschaffen für einen automatisierten Abgleich. 35 Prozent der Vermittler nutzen bereits generative KI, häufig zuerst im Back-Office für Abgleich und Zahlenprüfung, weil sich die Zeitersparnis dort sofort zeigt. Wo viele Positionen aus verschiedenen Systemen zusammenlaufen, findet eine KI die Differenz zwischen erwarteter und gebuchter Courtage schneller und zuverlässiger als das Auge am Freitagnachmittag.
Eine wichtige Klarstellung vorweg, weil sie im Markt für Verunsicherung sorgt: Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder inländische Unternehmer im B2B-Bereich E-Rechnungen in einem strukturierten Format empfangen und archivieren können, auch das kleinste Maklerbüro. Aber die Versicherungsvermittlung ist nach § 4 Nr. 11 UStG umsatzsteuerfrei, und deshalb besteht für Courtage- und Provisionsabrechnungen keine E-Rechnungspflicht. Deine Courtageabrechnungen kannst du 2025 und auch ab 2027 wie bisher erstellen. Was du brauchst, ist die Empfangsfähigkeit für deine anderen B2B-Eingangsrechnungen, etwa Miete, IT oder Beratung.
Eine KI, aufgesetzt auf deine Abrechnungen, deckt beides ab: Sie gleicht die Courtage-Positionen gegen deine Erwartung ab und markiert Differenzen, und sie liest eingehende E-Rechnungen automatisch aus, ordnet sie zu und legt sie prüfbar ab. Die Grenze bleibt klar: Was die KI markiert, sind Hinweise, keine Buchungen. Die Prüfung und die Freigabe gegenüber Pool oder Versicherer bleiben bei dir.
Courtage-Abgleich: erwartete gegen gebuchte Vergütung
Die KI hält die Positionen der Courtageabrechnung von Pools und Versicherern neben deine erwartete Vergütung, die sich aus Vertrag, Bestand und Vereinbarung ergibt. Sie markiert Abweichungen, also zu niedrig gebuchte Positionen, fehlende Nachvergütungen oder unerwartete Storni, und ordnet sie dem betroffenen Vertrag zu. Sie bucht und korrigiert nichts, sie legt dir die Differenzen mit dem Bezug zum Vertrag zur Klärung vor.
In der Oktober-Abrechnung eines Pools erkennt die KI, dass bei drei Verträgen die gebuchte Courtage unter der erwarteten liegt, und markiert die Positionen mit dem jeweiligen Vertragsbezug. Du siehst die drei Fälle auf einen Blick, klärst sie mit dem Pool und lässt sie korrigieren, statt die Differenz erst beim Jahresabschluss zu bemerken.
Fehlende oder falsch gebuchte Courtage fällt auf, solange sie sich noch klären lässt, nicht erst in der Jahresübersicht. Der mühsame Zeilenabgleich läuft automatisch, und dein Umsatz bleibt vollständig, ohne dass du jede Abrechnung von Hand prüfst.
Eingehende E-Rechnungen auslesen, zuordnen und ablegen
Für deine steuerpflichtigen B2B-Eingangsrechnungen, etwa Miete, IT-Dienste oder externe Beratung, liest die KI die strukturierten E-Rechnungen automatisch aus, prüft die Pflichtangaben, ordnet sie dem richtigen Aufwandskonto zu und legt sie revisionssicher ab. So erfüllst du die seit dem 1. Januar 2025 geltende Empfangs- und Archivierungspflicht, ohne jede E-Rechnung von Hand zu erfassen.
Die monatliche E-Rechnung deines IT-Dienstleisters geht im strukturierten Format ein. Die KI liest Betrag, Leistungszeitraum und Steuerausweis aus, ordnet sie dem passenden Konto zu und legt sie prüfbar ab. Du kontrollierst die Zuordnung, statt die Rechnung abzutippen, und die Empfangspflicht ist erfüllt.
Die neue E-Rechnungspflicht für Eingangsrechnungen läuft geordnet mit, statt Handarbeit zu erzeugen. Eingangsrechnungen sind vollständig erfasst und richtig zugeordnet, und nichts bleibt unarchiviert liegen.
Courtageabrechnungen ohne E-Rechnungspflicht sauber erstellen
Weil die Versicherungsvermittlung nach § 4 Nr. 11 UStG umsatzsteuerfrei ist, unterliegen deine Courtage- und Provisionsabrechnungen nicht der E-Rechnungspflicht. Die KI unterstützt dich dabei, diese Abrechnungen wie gewohnt korrekt und vollständig zu erstellen, ohne dass du fälschlich ein strukturiertes E-Rechnungsformat aufsetzen musst, das hier gar nicht verlangt ist. Sie hält deine Ausgangs-Courtageabrechnungen konsistent und nachvollziehbar.
Du erstellst die Courtageabrechnung für einen Untervermittler. Die KI übernimmt die Positionen aus dem Bestand, prüft sie auf Vollständigkeit und stellt die Abrechnung im gewohnten Format bereit, ohne den unnötigen Umweg über ein E-Rechnungsformat. Du gibst sie frei, im Wissen, dass die Steuerbefreiung korrekt berücksichtigt ist.
Du vermeidest den verbreiteten Irrtum, dass jede Rechnung ab 2025 als E-Rechnung laufen müsste, und behältst deine gewohnten Abläufe für die Courtage. Gleichzeitig bleiben die Abrechnungen vollständig und konsistent.
Revisionssichere GoBD-Ablage unterstützen
Abrechnungs- und Rechnungsdaten sind steuerlich relevant und nach den GoBD revisionssicher aufzubewahren. Die KI legt Courtageabrechnungen und Eingangsrechnungen strukturiert, unveränderbar und auffindbar ab, mit Bezug zum jeweiligen Vertrag und zur Klärung. Sie unterstützt diese Aufbewahrung, sie umgeht sie nicht, und die Belege bleiben so dokumentiert, wie es eine Prüfung verlangt.
Zum Jahresende brauchst du für den Steuerberater alle Courtageabrechnungen eines Pools mit den geklärten Differenzen. Die KI legt sie geordnet und vollständig vor, inklusive der Vermerke, welche Position wann korrigiert wurde. Du übergibst eine saubere Ablage, statt Belege aus mehreren Ordnern zusammenzusuchen.
Die Belege sind prüfungsfest und schnell auffindbar, ohne separaten Sortieraufwand. Der Jahresabschluss und eine mögliche Betriebsprüfung werden ruhiger, weil die Abrechnungshistorie lückenlos dokumentiert ist.
Was sich für die Courtage-Abrechnung und die E-Rechnung heute solide bauen lässt und wo Nüchternheit angebracht ist.
- Der Abgleich ist ein typischer KI-Einstieg: 35 Prozent der Vermittler nutzen bereits generative KI, häufig zuerst im Back-Office für Abgleich und Zahlenprüfung. Die Courtage-Abrechnung mit vielen Positionen aus Pools und Versicherern ist dafür wie gemacht, weil sich Differenzen zwischen erwarteter und gebuchter Courtage automatisch markieren lassen und die Klärung der Mensch übernimmt.VersicherungsJournal
- Die Empfangspflicht ist real und gilt auch für dich: Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder inländische Unternehmer im B2B-Bereich E-Rechnungen in einem strukturierten Format empfangen und archivieren können, ausnahmslos, auch das kleine Maklerbüro. Eine KI, die eingehende E-Rechnungen automatisch ausliest, zuordnet und prüfbar ablegt, deckt genau diese Pflicht für deine Eingangsrechnungen ab.Bundesfinanzministerium
- Die wichtige Entwarnung für die Courtage: Weil die Versicherungsvermittlung nach § 4 Nr. 11 UStG umsatzsteuerfrei ist, greift die E-Rechnungspflicht nach § 14 Abs. 2 UStG für Courtage- und Provisionsabrechnungen nicht. Du kannst sie 2025 und auch ab 2027 wie bisher erstellen; die Empfangsfähigkeit für andere B2B-Eingangsrechnungen bleibt davon unberührt.IWW
- Ehrlich bleiben bei der Erwartung: Die KI findet Differenzen und erfasst Eingangsrechnungen, sie ersetzt aber weder deine Prüfung noch die Klärung mit dem Pool. Miss den Nutzen an deinen eigenen Zahlen, etwa an der Summe geklärter Courtage-Differenzen und der Zeit pro Abrechnungslauf, und behandle die Markierungen als Hinweise, nicht als fertige Buchungen.
Die Pflichten und Grenzen, die bei diesem Prozess von Anfang an feststehen.
- E-Rechnung richtig einordnen: Courtage- und Provisionsabrechnungen sind wegen § 4 Nr. 11 UStG umsatzsteuerfrei und daher von der E-Rechnungspflicht ausgenommen. Die Empfangsfähigkeit für steuerpflichtige B2B-Eingangsrechnungen ist dagegen seit dem 1. Januar 2025 Pflicht. Diese Unterscheidung muss die Ablage sauber abbilden, damit du weder eine unnötige E-Rechnung für Courtage aufsetzt noch die Empfangspflicht für Eingangsrechnungen versäumst.§ 14 UStG
- Markierungen sind keine Buchungen: Von der KI markierte Courtage-Differenzen sind Hinweise, die du prüfst. Die eigentliche Prüfung und die Freigabe gegenüber Pool oder Versicherer bleiben beim Makler. Die KI korrigiert und bucht nichts eigenständig, sie bereitet die Klärung nur vor.
- GoBD-Aufbewahrung unterstützen, nicht umgehen: Abrechnungsdaten sind steuerlich relevant und nach den GoBD revisionssicher aufzubewahren. Die KI-Ablage muss diese unveränderbare, nachvollziehbare Aufbewahrung unterstützen und darf sie nicht aushebeln, damit die Belege einer Betriebsprüfung standhalten.
- Datenschutz bei Courtagedaten: Courtagedaten enthalten Kunden- und Vertragsbezüge und damit personenbezogene Daten. Setzt du externe KI-Dienste für den Abgleich ein, ist das Auftragsverarbeitung, und Art. 28 DSGVO verlangt einen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten Weisungen und Löschpflichten.Art. 28 DSGVO
Wir bauen sie, auf Claude
Diese KI-Abläufe bleiben keine Idee. Svennis Cloud Solutions baut sie und integriert sie in deine Systeme, mit einem Team zertifizierter Claude-Architekten, auf Anthropic-Technologie, von der ersten WhatsApp-Nachricht bis zur fertigen Rechnung.
Sieh dir an, wie das in deinem Maklerbüro aussieht
Beschreibe dein Maklerbüro in einem Satz und Claude zeigt dir live, wo KI bei dir den größten Hebel hat, mit deinen Zahlen.
Quellen
- 1. VersicherungsJournal - Vermittler und die künstliche Intelligenz: positiv gestimmt, aber skeptisch
- 2. Finanztip - Kfz-Versicherung kündigen: Fristen, Anleitung & Vorlage
- 3. GDV - Versicherungswirtschaft wächst 2025 deutlich (Medieninformation)
- 4. § 61 VVG - Beratungs- und Dokumentationspflichten (gesetze-im-internet.de)
- 5. Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Volltext DE (EUR-Lex)
- 6. Art. 28 DSGVO - Auftragsverarbeiter (dsgvo-gesetz.de)
- 7. GDV - Nur die Hälfte der Gebäude ist richtig gegen Naturgefahren versichert
- 8. GDV - Bestand an Verträgen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV)
- 9. Bitkom - Anträge, Analyse, Beratung: Viele wünschen sich KI-Hilfe bei Versicherungen
- 10. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Volltext DE (EUR-Lex)
- 11. § 5 UWG - Irreführende geschäftliche Handlungen (gesetze-im-internet.de)
- 12. Destatis - Digitale Kommunikation: Messengerdienste-Nutzung in Europa
- 13. ASSCOMPACT - Vermittlerzahl sinkt unter 180.000, Maklerschaft legt zu
- 14. § 60 VVG - Beratungsgrundlage des Versicherungsvermittlers (gesetze-im-internet.de)
- 15. Versicherungsmagazin - Akzeptanz von KI steigt rasch (ASSCOMPACT TRENDS IV/2025)
- 16. BaFin - FAQ zur Weiterbildungsverpflichtung nach § 34d Abs. 9 GewO (PDF)
- 17. Versicherungsmagazin - Kfz-Versicherer wieder mit schwarzen Zahlen
- 18. Bundesfinanzministerium - FAQ zur verpflichtenden E-Rechnung ab 1. Januar 2025
- 19. IWW - Keine E-Rechnung für Provisions-/Courtageabrechnungen (§ 4 Nr. 11 UStG)
- 20. § 14 UStG - Ausstellung von Rechnungen (gesetze-im-internet.de)