Zum Inhalt springen
SVENNISAIWe speak Claude.
Blog · KI-Automatisierung

KI-Automatisierung in 30 Tagen: so läuft ein Pilot mit einem KI-Agenten

Ein Pilot mit einem KI-Agenten auf Claude in vier Wochen: was Ihr Unternehmen vorbereitet, wer beteiligt ist, wie geprüft wird und woran Piloten in der Praxis scheitern.

10 Min. Lesezeit
Beitrag · 10 Min. Lesezeit
Abstrakte Komposition aus vier aufeinanderfolgenden Blöcken, die sich zu einer geschlossenen Bewegung verbinden

KI-Automatisierung in 30 Tagen: der Pilot in vier Wochen

KI-Automatisierung in 30 Tagen gelingt, wenn der Pilot genau einen Prozess abdeckt. In Woche 1 legen Sie Ziele, Konto und Testfälle fest. In Woche 2 und 3 wird gebaut und an Ihren echten Fällen getestet. In Woche 4 folgt der Produktivstart. Danach vergleichen Sie das Ergebnis mit den vorher vereinbarten Zielen und entscheiden über den Betrieb.

Ein Pilot mit einem KI-Agenten ist ein zeitlich begrenzter Einsatz, in dem ein Agent auf Claude einen Geschäftsprozess übernimmt. Typische Prozesse sind Aufträge, Angebote oder Serviceanfragen. Der Agent bearbeitet sie in Ihren Systemen, etwa in Zoho CRM oder Zoho Desk. Eine Person aus Ihrem Team gibt an festgelegten Stellen frei.

Dieser Beitrag ist Teil 2 einer dreiteiligen Reihe. Teil 1, „Agentic AI im Unternehmen: was ein KI-Agent übernimmt und wo er passt“, klärt, welche Aufgaben sich eignen. Teil 3, „Warum ein Pilot mit einem KI-Agenten der bessere Start ist“, begründet die Wahl des Piloten als Einstieg. Hier geht es um das Wie: die Schritte, die Vorbereitung, die Beteiligten, die Dauer und die Prüfung.

Der Leitfaden folgt dem Ablauf von Pilot Claude A, dem Pilotangebot von Svennis für einen KI-Agenten auf Claude. Die Grundsätze gelten aber für jeden Piloten, der nach vier Wochen eine belastbare Entscheidung liefern soll.

Begriffe für den Piloten: KI-Agent, Freigabe, MCP-Server, Skill

Ein Pilot mit einem KI-Agenten verwendet einige Fachbegriffe, die in jeder Abstimmung wiederkehren. Die folgenden Definitionen gelten für den gesamten Beitrag:

  • KI-Agent über die API: Ein Programm ruft Claude direkt auf, ohne dass jemand an der Tastatur sitzt.
  • Freigabe: An einer festgelegten Stelle des Prozesses bestätigt eine Person aus dem Team, bevor die Aktion läuft, etwa das Angebot vor dem Versand oder die Rechnung vor der Buchung.
  • Connector: eine bereits vorhandene Verbindung, über die Claude ein Programm erreicht.
  • MCP-Server: eine Schnittstelle, über die Claude in einem noch nicht angebundenen System liest und schreibt, zum Beispiel Lexware Office oder sevdesk.
  • Skill: ein festgelegter Teilschritt des Prozesses, den der Agent ausführt, mit eigenen Testfällen.
  • Testfall: ein echter Fall aus Ihrer Arbeit, an dem der Agent vor dem Produktivstart geprüft wird.

Ein Pilot ist mehr als ein technischer Test. Der Softwareanbieter Rework unterscheidet in seinem Leitfaden zu KI-Pilotprogrammen zwei Dinge. Ein IT-Trial prüft mit Bestanden oder Nicht bestanden, ob ein Werkzeug technisch funktioniert, sich integriert und die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Ein KI-Pilot beantwortet dagegen, ob das Werkzeug im Kontext des Teams messbaren Geschäftswert erzeugt.

Ein Agentenpilot braucht beide Antworten. Wie ein Agent grundsätzlich aufgebaut ist und wo seine Grenzen liegen, erklärt der Beitrag Was sind KI-Agenten?.

Vor dem Start: Workshop, Prozesswahl und messbare Ziele

Vor dem Pilotstart steht die Wahl des einen Prozesses, der sich zuerst zu automatisieren lohnt. Dafür gibt es den Claude-Workshop zur Vorbereitung. Er richtet sich an Unternehmen, die vor einem Pilot wissen wollen, wo der Anfang sinnvoll ist. Beauftragen Sie den Pilot innerhalb von 60 Tagen nach dem Workshop, wird der Workshop-Preis vollständig verrechnet.

Messbare Ziele entscheiden über den Erfolg mehr als die Technik. Rework zitiert Forschung von Harvard Business Review: Der größte Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen KI-Initiativen lag darin, ob die Erfolgskriterien vor Projektbeginn feststanden. Ein Ziel wie „schneller werden“ reicht deshalb nicht. Sie brauchen eine Kennzahl, die Sie heute schon messen können, etwa die Bearbeitungszeit pro Vorgang.

Rework nennt vier Voraussetzungen, ohne die ein Pilot nicht starten sollte:

  • eine klare Problembeschreibung
  • eine messbare Ausgangslage, also der heutige Wert der Zielkennzahl
  • einen Auftraggeber aus der Geschäftsleitung
  • ein Pilotteam, das Zeit für den Pilot hat

Für einen Agentenpilot heißt das konkret: Die Person, die den Prozess heute verantwortet, beschreibt ihn von Anfang bis Ende. Sie benennt auch die Stellen, an denen ein Mensch freigeben muss. Die Geschäftsführung legt fest, welches Ergebnis nach 30 Tagen eine Fortsetzung rechtfertigt.

Woche 1: Ziele, Konto und 100 Testfälle festlegen

Die erste Woche des Piloten legt drei Dinge fest: die vereinbarten Ziele, das Konto für den Agenten und die Testfälle. Am Ende der Woche steht schriftlich fest, woran das Ergebnis nach 30 Tagen gemessen wird.

Das Konto für den Agenten eröffnet Ihr Unternehmen auf den eigenen Namen. Möglich sind Anthropic, AWS, Google Cloud oder Microsoft. Ein KI-Agent braucht keine Claude-Lizenzen pro Person, denn er läuft über die API im Konto Ihres Unternehmens. Sie zahlen nur den tatsächlichen Verbrauch.

Lizenzen pro Person, also Seats, brauchen Sie erst für Claude Team oder Enterprise. Das Budget für den Modellverbrauch steht von Anfang an fest.

Die Testfälle sind das Herzstück der ersten Woche. Vorgesehen sind 100 echte Fälle aus Ihrer Arbeit, die vor dem Produktivstart geprüft werden. Bei Serviceanfragen sind das zum Beispiel abgeschlossene Anfragen, bei denen das richtige Ergebnis bekannt ist. So lässt sich jede Antwort des Agenten mit der Entscheidung vergleichen, die Ihr Team damals getroffen hat.

Auf Ihrer Seite sind in dieser Woche zwei Rollen gefragt. Die fachlich verantwortliche Person wählt die Testfälle aus und beschreibt das erwartete Ergebnis. Jemand aus der IT oder der Geschäftsführung eröffnet das Konto. Rework empfiehlt zusätzlich, vor dem Start eine einzige verantwortliche Person für technische Rückfragen zu benennen, mit einer Antwortfrist von 24 Stunden.

Woche 2 und 3: Anbindung an CRM oder Helpdesk bauen und testen

In Woche 2 und 3 entsteht der Agent selbst, und er wird an Ihren Testfällen geprüft. Der Umfang ist im Pilot klar begrenzt. Er umfasst einen Prozess von Anfang bis Ende, einen Kanal, die vorhandenen Connectors, einen neuen MCP-Server und die Skills des Prozesses.

Die Anbindung an CRM oder Helpdesk folgt einer festen Regel. Für jede Verbindung zu einem Ihrer Programme stehen ein Connector, ein MCP-Server, ein Plugin oder ein Skill zur Wahl. Svennis zeigt Ihnen die Möglichkeiten mit ihren Kosten, und Sie entscheiden. Ein neuer MCP-Server stellt bis zu acht Funktionen zum Lesen und Schreiben bereit. Ein Prozess hat meist drei bis fünf Skills, jeder mit eigenen Testfällen.

Was über diesen Rahmen hinausgeht, wird im Angebot gesondert berechnet. Das betrifft einen zweiten neuen MCP-Server, einen zweiten Kanal und einen zweiten Prozess. Die Begrenzung ist gewollt, denn ein Pilot soll nach vier Wochen eine Antwort liefern.

Modellwahl im Piloten: welches Claude-Modell für welchen Schritt

Die Modellwahl im Piloten richtet sich nach der Aufgabe des Agenten. Alle aktuellen Claude-Modelle verarbeiten laut Anthropic Text und Bilder, arbeiten mehrsprachig und können Werkzeuge nutzen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Agent in Ihren Systemen liest und schreibt.

Anthropic gibt in der Modellübersicht eine klare Empfehlung: Wer unsicher ist, beginnt für die meisten Aufgaben mit Claude Opus 5.5. Für einzelne Schritte kann ein anderes Modell besser passen:

ModellEinsatz laut AnthropicPreis je Million Tokens (Eingabe / Ausgabe)
Claude Haiku 5.5große Mengen, zeitkritisch: Klassifizierung, Extraktion, Weiterleitungab 0,10 / ab 0,50 US-Dollar
Claude Sonnet 5.5beste Kombination aus Tempo und Intelligenz2 / 10 US-Dollar
Claude Opus 5.5Startpunkt für die meisten Aufgaben4 / 20 US-Dollar
Claude Fable 5.1anspruchsvolles Schlussfolgern und lange Agentenaufgaben10 / 50 US-Dollar

Für einen Pilot, der Anfragen zuordnet, ist ein kleines Modell oft die naheliegende Wahl. Anthropic beschreibt Claude Haiku 5.5 im Newsroom als Modell für große Mengen und kostensensible Arbeit.

Der Modellverbrauch ist nicht im Preis des Piloten enthalten. Ihn rechnet der gewählte Anbieter direkt in Ihrem Konto ab. Für die Planung über den Pilot hinaus hilft ein Blick auf die Laufzeit: Anthropic nennt für diese vier Modelle eine Abkündigung nicht vor September oder Oktober 2027.

Woche 4 und Auswertung: Produktivstart, Freigabe und Entscheidung

In Woche 4 geht der Agent in den Produktivbetrieb, mit Freigabe durch Ihr Team. Er bearbeitet echte Vorgänge in Ihren Systemen. An den festgelegten Stellen bestätigt eine Person, bevor die Aktion läuft, etwa bevor ein Angebot versendet wird.

Die Freigabestellen sind die wichtigste Sicherung im Produktivstart. Bei Svennis legen wir sie gemeinsam mit der Person fest, die den Prozess heute verantwortet. Schreibend arbeitet der Agent erst dann, wenn diese Person die Ergebnisse der Testfälle selbst durchgesehen hat.

Nach 30 Tagen wird das Ergebnis mit den vereinbarten Zielen verglichen. Die Zahlung folgt diesem Ablauf: 30 Prozent zum Start, 40 Prozent nach 30 Tagen und 30 Prozent bei der Auswertung. Damit ist die letzte Zahlung an die Auswertung gebunden und nicht an die Fertigstellung.

Für die Entscheidung über den Betrieb können Sie sich an den Kriterien orientieren, die Rework für KI-Piloten nennt:

  • die primäre Kennzahl verbessert sich um mindestens 20 Prozent gegenüber der Ausgangslage
  • mindestens 60 Prozent der Beteiligten nutzen das Werkzeug regelmäßig
  • die durchschnittliche Zufriedenheit liegt bei mindestens 3,5 von 5
  • es gibt keine ungelösten kritischen Hindernisse

Rework formuliert diese Werte für Piloten mit Werkzeugen im Team über sechs Wochen. Für einen Agenten, der einen Prozess übernimmt, sind die Verbesserung der Kennzahl und das Fehlen kritischer Hindernisse die entscheidenden Punkte.

Beispiel: Serviceanfragen in Zoho Desk mit einem KI-Agenten zuordnen

Ein durchgerechnetes Beispiel zeigt, wie die vier Wochen in einem Serviceprozess aussehen. Ein Unternehmen erhält Serviceanfragen per E-Mail und bearbeitet sie in Zoho Desk. Heute ordnet eine Mitarbeiterin jede Anfrage von Hand dem richtigen Team zu. Der Pilot soll diese Zuordnung übernehmen und Antwortentwürfe anlegen.

Woche 1: Ziel, Konto, Testfälle

Das Ziel ist der Anteil korrekt zugeordneter Anfragen im Vergleich zur heutigen Handarbeit. Die Daten sollen die EU nicht verlassen. Das Unternehmen eröffnet deshalb Amazon Bedrock im eigenen AWS-Konto, Region Frankfurt (eu-central-1), bei Bedarf mit dem EU-Inferenzprofil. Die Teamleitung wählt 100 abgeschlossene Anfragen aus, bei denen das richtige Team bekannt ist.

Woche 2 und 3: Anbindung und Skills

Für Zoho Desk werden die Optionen mit ihren Kosten verglichen: ein vorhandener Connector oder ein neuer MCP-Server. Das Unternehmen wählt. Der Prozess erhält drei Skills: Zuordnung, Antwortentwurf und Eskalation an einen Menschen. Für die Zuordnung passt Claude Haiku 5.5, weil Anthropic das Modell für Klassifizierung und Weiterleitung vorsieht. Jeder Skill wird an den 100 Testfällen geprüft.

Woche 4: Produktivstart

Der Agent ordnet neue Anfragen zu und legt Entwürfe an. Die Teamleitung gibt jeden Entwurf vor dem Versand frei. Nach 30 Tagen vergleicht sie die Zuordnungsquote mit dem Ziel aus Woche 1.

Ablauf, Beteiligte und Prüfung des Piloten im Überblick

Die folgende Übersicht fasst den Pilot mit einem KI-Agenten als Prüfliste zusammen. Sie zeigt für jede Phase das Ergebnis, die Aufgabe Ihres Unternehmens, die Aufgabe von Svennis und die Prüfung, die vor dem nächsten Schritt stehen sollte.

PhaseErgebnisIhr UnternehmenSvennisPrüfung
Workshopein gewählter ProzessProzessverantwortliche und Geschäftsführung nehmen teilbewertet, was sich zuerst lohntProblem, Ausgangslage, Auftraggeber und Team stehen fest
Woche 1Ziele, Konto, Testfälleeröffnet das Konto, schließt mit den beteiligten Dienstleistern und dem Modellanbieter die Verträge zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO ab, unterrichtet einen vorhandenen Betriebsrat und wählt 100 echte Fälle ausschreibt Ziele und Testfälle festKennzahl, Budget und Auftragsverarbeitung sind schriftlich vereinbart, die Einführung ist mit einem vorhandenen Betriebsrat abgestimmt
Woche 2 und 3Anbindung und Skillswählt die Anbindung je Programm, prüft Ergebnissebaut Connector, MCP-Server, Plugin oder Skill und testetjeder Skill besteht seine Testfälle
Woche 4Produktivstartgibt an den festgelegten Stellen freibegleitet den Betriebdie freigebenden Beschäftigten sind eingewiesen, keine Aktion ohne vorgesehene Freigabe
AuswertungEntscheidungentscheidet über Fortsetzungvergleicht Ergebnis und ZieleKennzahl gegenüber der Ausgangslage

Hat Ihr Betrieb einen Betriebsrat, unterrichten Sie ihn vor dem Start über den Einsatz des KI-Agenten und stimmen die Einführung mit ihm ab. Freigaben und Bearbeitungszeiten lassen sich nämlich einzelnen Beschäftigten zuordnen.

Die Beschäftigten, die mit dem Agenten arbeiten und Ergebnisse freigeben, werden vor dem Produktivstart eingewiesen. Die Einweisung umfasst Funktionsweise, Grenzen und Freigabe des Agenten (KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-Verordnung).

Die Spalte „Prüfung“ ist die wichtigste. Fehlt dort ein Haken, sollte die nächste Phase warten, auch wenn der Zeitplan drängt.

Woran Piloten mit KI-Agenten scheitern und wie Sie es prüfen

Piloten mit KI-Agenten scheitern selten am Modell und häufig an fehlenden Zielen, Zuständigkeiten oder Grenzen. Rework verweist dazu auf Forschung von Harvard Business Review. Den größten Unterschied machte dort, ob die Erfolgskriterien vor Projektbeginn feststanden.

Rework zitiert zwei weitere Befunde. Der erste betrifft Initiativen, die ihre primäre Kennzahl in den ersten 60 Tagen um weniger als 20 Prozent verbesserten. Laut einer dort zitierten Untersuchung führten sie selten nach zwölf Monaten zu einer sinnvollen Rendite. Nach Forschung von MIT Sloan überzeugen glaubwürdige Skeptiker im Team die Kollegen stärker als jede Schulung. Rework empfiehlt deshalb, ein bis zwei Skeptiker in den Pilot aufzunehmen.

Die häufigsten Ursachen lassen sich vor dem Start prüfen:

  • Keine Ausgangslage: Ohne heutigen Messwert lässt sich nach 30 Tagen nichts vergleichen.
  • Zu breiter Umfang: Mehrere Prozesse oder Kanäle verlängern die Tests über vier Wochen hinaus.
  • Kein Verantwortlicher: Niemand entscheidet, welche Testfälle als bestanden gelten.
  • Keine Freigabestellen: Der Agent handelt, bevor ein Mensch bestätigt hat.
  • Offenes Budget: Der Modellverbrauch hat keine feste Obergrenze.

Jeder dieser Punkte gehört in die Abstimmung der ersten Woche. Ein Pilot, der dort einen offenen Punkt hat, startet besser eine Woche später.

Laut Rework gilt ein Pilot erst ab 20 % besserer Kennzahl, 60 % Nutzung und 3,5 von 5 als Go: Verbesserung der primären Kennzahl 20 % gegenüber Ausgangswert, Nutzung in Woche 4 bis 6 60 % der Kohorte, Zufriedenheit im Durchschnitt 3,5 von 5 Punkten
Quelle: resources.rework.com

Was der Pilot für Unternehmen in Deutschland bedeutet: Daten, Konto, Rechnung

Für Unternehmen in Deutschland stellen sich beim Pilot mit einem KI-Agenten vor allem drei praktische Fragen: Wo liegen die Daten, wem gehört das Konto, und wie wird abgerechnet. Alle drei lassen sich vor dem Start klären.

Sollen die Daten in der EU bleiben, läuft der Agent über Amazon Bedrock im AWS-Konto Ihres Unternehmens in der Region Frankfurt (eu-central-1). Mit dem EU-Inferenzprofil verteilt AWS die Anfragen nach eigenen Angaben auf Rechenzentren innerhalb der EU. Diese Wahl ersetzt die datenschutzrechtliche Prüfung nicht, zum Beispiel zu den Verträgen zur Auftragsverarbeitung und zu möglichen Übermittlungen in Drittländer. Die Wahl der Region fällt in Woche 1, zusammen mit der Eröffnung des Kontos.

Das Konto für den Agenten läuft auf den Namen Ihres Unternehmens. Damit liegen Vertrag und Verbrauchsabrechnung beim Anbieter direkt bei Ihnen, nicht bei einem Dienstleister. Endet die Zusammenarbeit, bleibt das Konto Ihres.

Die Leistungen des Piloten werden in Euro netto berechnet. Ist Ihr Unternehmen Leistungsempfänger, schuldet es die Umsatzsteuer im Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG, die Rechnung weist deshalb keine Umsatzsteuer aus. Klären Sie diesen Punkt vorab mit Ihrer Buchhaltung, damit die Rechnung ohne Rückfragen verbucht wird.

Welche Prozesse sich für einen ersten Agenten eignen, hängt stark von der Branche ab. Beispiele finden Sie etwa auf den Seiten zu KI in der Produktion und zu KI im Handwerk. Dort sehen Sie, welche Abläufe in Ihrem Umfeld typischerweise zuerst in Frage kommen.

Nächste Schritte: vom Readiness-Check zum Pilot Claude A

Den ersten Schritt zum Pilot mit einem KI-Agenten können Sie intern gehen, bevor Sie mit einem Dienstleister sprechen. Diese Reihenfolge hat sich als Vorbereitung bewährt:

  1. Wählen Sie einen einzigen Prozess mit vielen gleichartigen Vorgängen, etwa Serviceanfragen oder Angebote.
  2. Messen Sie heute die Kennzahl, an der Sie den Pilot später messen wollen.
  3. Benennen Sie die verantwortliche Person und die Stellen, an denen sie freigeben soll.
  4. Sammeln Sie abgeschlossene Fälle, bei denen das richtige Ergebnis bekannt ist.
  5. Prüfen Sie mit dem KI-Readiness-Check, wie gut Ihr Unternehmen auf den Einsatz vorbereitet ist.

Svennis führt solche Piloten durch. Das Angebot besteht aus vier Schritten, die Sie einzeln kaufen: dem Workshop, Pilot Claude A (ein KI-Agent auf Claude für einen Prozess) oder Pilot Claude B (Claude Team für das ganze Team), der Aktivierung pro Abteilung und danach dem monatlichen KI-Betrieb. Nach jedem Schritt haben Sie ein Ergebnis in der Hand und entscheiden selbst, ob es weitergeht.

Ablauf, Umfang und die veröffentlichten Preise stehen auf der Seite zum Pilot mit einem KI-Agenten in 30 Tagen. Einen Überblick über weitere Einsatzfelder gibt die Seite zur KI-Automatisierung für den Mittelstand.

Quellen

  1. Svennis AI: KI-Agent mit Claude, Pilot A in 30 Tagen
  2. Anthropic: Models overview
  3. Anthropic: Newsroom
  4. Rework: KI-Pilotprogramme durchführen
Kostenlos, 30 Minuten

Wählen Sie einen Termin. Bringen Sie den Prozess mit, an den Sie beim Lesen gedacht haben.

Sie erhalten ein klares Ja oder Nein zur Automatisierung mit Claude und den passenden Schritt laut veröffentlichter Preisliste. Sie sprechen mit den Menschen, die die KI-Agenten bauen, nicht mit dem Vertrieb.

Lieber anrufen? +40 722 567 135 · Lieber erst selbst ausprobieren? Zuerst die kostenlose Analyse.

30 Minuten · Video · kostenlos
  1. 1Termin
  2. 2Ihre Angaben
  3. 3Gebucht