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Aufbewahrung und Löschung von Daten in Claude: Fristen, Einstellungen, Integrationen

Welche Daten Claude je nach Tarif wie lange speichert, was eine eigene Frist im Enterprise-Tarif ändert und wie Sie CRM- und Helpdesk-Anbindungen datensparsam planen.

10 Min. Lesezeit
Beitrag · 10 Min. Lesezeit
Abstrakte Komposition aus Ebenen, die nacheinander verblassen, als Sinnbild für Aufbewahrungsfristen und Löschung

Aufbewahrung und Löschung von Daten in Claude: die kurze Antwort

Die Aufbewahrung und Löschung von Daten in Claude hängt vom Tarif ab. Nur im Enterprise-Tarif legen Sie eigene Fristen für Chats, Projekte und Artifacts fest, mindestens 30 Tage. Ohne eigene Frist bewahrt Claude diese Daten dort unbegrenzt auf. In den Einzeltarifen Free, Pro und Max bestimmte 2025 die Trainingsfreigabe die Speicherdauer.

Für Unternehmen folgen daraus drei Aufgaben. Erstens wählen Sie den Tarif, der zu Ihrem Löschkonzept passt. Zweitens stellen Sie die Fristen ein und halten sie im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten fest. Drittens planen Sie Anbindungen an CRM und Helpdesk so, dass möglichst wenige personenbezogene Daten in Prompts landen.

Dieser Leitfaden richtet sich an Geschäftsführung und Datenschutzbeauftragte. Er erklärt die Begriffe und zeigt die Einstellungen im Enterprise-Tarif. Ein durchgerechnetes Beispiel und eine Vorlage für den Eintrag im Verzeichnis folgen. Die rechtlichen Grundlagen zum Vertrag und zum Datenweg finden Sie auf unserer Seite Claude im Unternehmen: Daten, DSGVO, KI-Verordnung. Diese Grundlagen wiederholt der Leitfaden nicht.

Aufbewahrungsfrist, Löschung und Speicherbegrenzung: die Begriffe

Eine Aufbewahrungsfrist ist der Zeitraum, in dem Claude einen Chat, ein Projekt oder ein Artifact speichert, bevor die Daten endgültig gelöscht werden. Anthropic nennt die zugehörige Einstellung custom data retention controls. Gemeint sind Steuerelemente, mit denen eine Organisation festlegt, wie lange Claude Gesprächs-, Projekt- und Artifact-Daten speichert.

Drei weitere Begriffe kommen in diesem Leitfaden immer wieder vor:

  • Standalone-Chats sind Chats, die nicht in einem Projekt liegen.
  • Projects sind gemeinsame Arbeitsbereiche in Claude, in denen mehrere Chats und Dateien zusammenliegen.
  • Artifacts sind eigenständige Ergebnisse wie Dokumente oder kleine Anwendungen, die Claude in einem Chat erzeugt.

Speicherbegrenzung ist ein Grundsatz der DSGVO aus Art. 5 Abs. 1 lit. e. Er verpflichtet Verantwortliche bei der Speicherung personenbezogener Daten. Die DSGVO verlangt, personenbezogene Daten zu löschen, sobald sie für den Zweck ihrer Verarbeitung nicht mehr notwendig sind, es sei denn, eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht steht dem entgegen. Ein 2019 in der Zeitschrift Datenschutz und Datensicherheit erschienener Fachbeitrag beschreibt diese Löschpflicht als grundsätzliche Anforderung an die rechtmäßige Verarbeitung. Die Aufbewahrungsfrist in Claude ist das technische Werkzeug, mit dem Sie diesen Grundsatz für Ihre KI-Nutzung umsetzen.

Free, Pro und Max: die Trainingsfreigabe bestimmte die Speicherdauer

In den Einzeltarifen Free, Pro und Max hängt die Speicherdauer an einer Entscheidung der Nutzerin oder des Nutzers. Laut THE DECODER vom August 2025 mussten diese Nutzer aktiv widersprechen, wenn ihre Gespräche nicht zum KI-Training dienen sollten. Erlaubten sie die Nutzung, speicherte Anthropic die Daten bis zu fünf Jahre. Ohne Zustimmung blieb es bei einer Frist von 30 Tagen.

Die Einstellung galt nur für neue oder fortgesetzte Chats und ließ sich jederzeit ändern. Bis zum 28. September 2025 hatten die Nutzer Zeit für ihre Entscheidung. Danach war eine Auswahl Pflicht, um Claude weiter zu verwenden.

Für ein Unternehmen ist diese Regel heikel. Die Speicherdauer hängt dann an der Einstellung jeder einzelnen Person, nicht an einer Vorgabe der Firma. Eine Mitarbeiterin mit eigenem Pro-Konto kann Kundendaten unbemerkt für fünf Jahre freigeben. Genau deshalb gehören Firmendaten in einen Geschäftstarif mit zentraler Verwaltung.

Laut demselben Bericht betrafen die Änderungen nicht Claude for Work, Education, Gov und die API-Nutzung über Partner wie Amazon Bedrock. Welche Frist für Ihre API-Nutzung gilt, klären Sie im Vertrag mit dem Anbieter. Halten Sie die Antwort schriftlich fest.

Mit Trainingsfreigabe speicherte Anthropic Daten bis zu fünf Jahre, ohne Zustimmung 30 Tage: Speicherdauer mit Trainingsfreigabe 5 Jahre, Speicherfrist ohne Zustimmung 30 Tage
Quelle: the-decoder.de

Team und Enterprise: nur der Enterprise-Tarif erlaubt eigene Fristen

Eigene Aufbewahrungsfristen gibt es nur im Enterprise-Tarif. Das Claude Help Center beschreibt die Funktion ausdrücklich als Angebot für Enterprise-Kunden. Für den Team-Tarif nennt die Help-Center-Seite keine einstellbare Frist. Fragen Sie deshalb bei Anthropic nach, welche Frist dort gilt, und dokumentieren Sie die Antwort.

Die Größe Ihrer Organisation bestimmt, welcher Tarif in Frage kommt. Der Team-Tarif setzt mindestens zwei Mitglieder voraus und unterstützt bis zu 150 seats. Wer mehr braucht, wechselt in den Enterprise-Tarif. Enterprise lässt sich online selbst buchen, dann ab 20 seats.

Alternativ kaufen Sie Enterprise mit Unterstützung des Vertriebs von Anthropic, dann ab 50 seats. Beide Wege enthalten dieselben Funktionen und dieselben Preise pro seat.

Ein Betrieb mit 15 Mitarbeitenden kann also keine eigene Frist einstellen, ohne mindestens 20 seats zu buchen. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrem Löschkonzept und Ihren Kosten ab. Die aktuellen Beträge finden Sie auf unserer Seite zu Claude Preisen und Kosten in Euro.

Der Enterprise-Tarif bringt zwei weitere Werkzeuge für den Datenschutz mit. Die Compliance API gibt programmatischen Zugriff auf Aktivitätsprotokolle, Chatverläufe und Dateiinhalte, filterbar nach Nutzer und Zeitraum. Mit kundenverwalteten Schlüsseln schützt Anthropic Chats, Projekte und Dateien mit einem Schlüssel aus Ihrem eigenen Cloud-Anbieter.

Eigene Aufbewahrungsfrist im Enterprise-Tarif einrichten

Eine eigene Aufbewahrungsfrist darf nur einstellen, wer die Rolle Primary Owner oder Owner hat. Andere Administratorrollen reichen nicht. Legen Sie deshalb vorher fest, welche Person diese Rolle hält und wer sie vertritt.

Für die Frist gelten drei feste Regeln aus dem Help-Center-Artikel zu benutzerdefinierten Aufbewahrungsfristen:

  • Die Mindestfrist beträgt 30 Tage.
  • Jeder Monat zählt als 30 Tage, drei Monate sind also 90 Tage.
  • Ohne eigene Frist bewahrt Claude die Daten unbegrenzt auf.

Eine Verkürzung der Frist wirkt sofort und lässt sich nicht zurücknehmen. Beim Speichern plant Claude alle Daten außerhalb der neuen Frist zur endgültigen Löschung ein. Ein täglicher Hintergrundprozess entfernt sie. Bei großen Datenmengen kann das mehrere Tage dauern. Anthropic warnt ausdrücklich davor, sich auf diese Verzögerung zu verlassen, um eine Änderung rückgängig zu machen.

Jede Aktion und jede Änderung rund um die Aufbewahrung landet automatisch in den Audit-Logs. Diese Protokolle sind Ihr Nachweis gegenüber der Datenschutzaufsicht. Sie zeigen, wer wann welche Frist gesetzt hat. Prüfen Sie nach jeder Änderung, ob der Eintrag vorhanden ist.

Wann die Aufbewahrungsfrist beginnt: Chats, Projekte und Artifacts im Vergleich

Die Aufbewahrungsfrist in Claude beginnt je nach Datenart zu einem anderen Zeitpunkt. Wer das übersieht, wundert sich später, warum ein alter Chat noch da ist oder ein neuer schon fehlt. Die folgende Tabelle fasst die Regeln aus dem Help Center zusammen.

DatenartBeginn der FristBesonderheit
Standalone-ChatsLetzte Aktivität im Chat oder in einer daraus gestarteten Cloud-SitzungEs gilt die Chat-Frist
Chats in einem ProjektRichtet sich nach dem ProjektDie Projektfrist hat immer Vorrang vor der Chat-Frist
ProjekteStandardmäßig unbegrenzte AufbewahrungAnsehen, Öffnen eines Chats und eine lokale Cowork-Sitzung setzen die Frist nicht zurück
ArtifactsLetztes Öffnen oder Bearbeiten durch irgendeine PersonÖffentlich verlinkte Artifacts löscht die Frist nicht

Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit. Projekte bleiben ohne eigene Projektfrist dauerhaft bestehen, auch wenn Sie eine kurze Chat-Frist gesetzt haben. Artifacts dagegen bleiben bestehen, solange irgendjemand sie öffnet. Ein häufig genutztes Artifact mit Kundendaten läuft also nie ab.

Lokale Sitzungen in Cowork verlängern ein Projekt nicht. Mehr zur Einrichtung von Cowork lesen Sie im Leitfaden Claude Cowork im Unternehmen einsetzen.

Was die Löschung in Claude entfernt und was bestehen bleibt

Daten jenseits ihrer Aufbewahrungsfrist löscht Claude endgültig, eine Wiederherstellung ist nicht möglich. Das ist für die Speicherbegrenzung gewollt. Für Ihre Geschäftsunterlagen ist es ein Risiko. Alles, was Sie länger brauchen, gehört vorher in Ihr führendes System.

Vier Ausnahmen nennt das Help Center, und alle gehören in Ihre Dokumentation:

  • Inhalte, die die Trust-and-Safety-Systeme von Anthropic markiert haben, können länger aufbewahrt werden.
  • Inhalte, deren Aufbewahrung ein Gesetz verlangt, können ebenfalls länger bestehen bleiben.
  • Artifacts mit öffentlichem Link löscht die Frist nicht.
  • Eigenständiges Claude Design unter claude.ai/design, Claude Tag, Claude Managed Agents und alle Funktionen, die Claude Code in der Cloud ausführen, fallen nicht unter die eigenen Fristen.

Öffentliche Links auf Artifacts sollten Sie deshalb regelmäßig prüfen und nicht mehr benötigte Links zurückziehen. Wie Teams Artifacts erstellen und teilen, beschreibt der Leitfaden Claude Artifacts im Unternehmen erstellen und teilen.

Für das manuelle Löschen einzelner Chats oder Projekte durch Nutzer nennt der ausgewertete Help-Center-Artikel keine eigenen Regeln. Klären Sie diesen Punkt mit Anthropic, bevor Sie ihn im Verzeichnis als Löschweg eintragen.

Beispiel: 90 Tage für Chats, 180 Tage für ein Vertriebsprojekt

Ein Großhändler mit 60 Mitarbeitenden bucht Claude Enterprise über den Vertrieb von Anthropic, also oberhalb der Mindestzahl von 50 seats. Die Geschäftsführerin hat die Rolle Owner. Sie setzt für Chats drei Monate, das sind 90 Tage. Für Projekte setzt sie sechs Monate, bei 30 Tagen pro Monat also 180 Tage.

Im Alltag wirken diese Fristen so:

  1. Ein Standalone-Chat, in dem 90 Tage lang niemand mehr arbeitet, wird gelöscht.
  2. Ein Chat im Projekt „Angebote Nordregion“ folgt der Projektfrist von 180 Tagen, auch wenn er älter als 90 Tage ist.
  3. Ein Außendienstmitarbeiter, der das Projekt nur ansieht oder einen Chat darin öffnet, verlängert die Frist nicht.
  4. Eine Preisübersicht als Artifact bleibt bestehen, solange jemand sie öffnet oder bearbeitet.
  5. Dieselbe Preisübersicht mit öffentlichem Link bleibt auch nach Ablauf bestehen, bis jemand den Link zurückzieht.

Nach einem Quartal verkürzt die Geschäftsführerin die Chat-Frist auf 30 Tage. Beim Speichern plant Claude alle Chats außerhalb dieser Frist zur Löschung ein. In den folgenden Tagen entfernt der tägliche Prozess sie endgültig. Die Audit-Logs zeigen die Änderung mit Person und Zeitpunkt. Das freigegebene Angebot liegt zu diesem Zeitpunkt längst im CRM und ist von der Löschung nicht betroffen.

Zoho CRM und Zoho Desk anbinden: personenbezogene Daten in Prompts auf das Nötigste begrenzen

Die sicherste Löschung betrifft Daten, die nie in Claude gelandet sind. Jeder Prompt und jede Antwort eines angebundenen Systems wird Teil des Chatverlaufs. Im Enterprise-Tarif sind Chatverläufe zudem über die Compliance API abrufbar. Planen Sie Anbindungen deshalb nach dem Grundsatz: so wenig personenbezogene Daten wie möglich.

Der Team-Tarif bringt connectors für Google Drive, Gmail, Google Calendar, GitHub, Microsoft 365 und Slack mit. Die Unternehmenssuche durchsucht Slack, Microsoft 365 und eigene connectors. Für Zoho CRM und Zoho Desk braucht es eine eigene Verbindung. Für jede Verbindung bauen wir einen connector, einen MCP Server, ein plugin oder einen skill. Wir zeigen die Optionen mit ihren Kosten, und Sie wählen.

Bei Svennis legen wir für jede Verbindung fest, welche Felder der MCP Server überhaupt an Claude zurückgibt. Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern bleiben im CRM, Claude arbeitet mit der Datensatz-ID und den fachlichen Feldern.

Auch Datensatz-IDs und Ticketfelder bleiben personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO, solange sie sich einer Person zuordnen lassen. Die Feldauswahl verringert die Datenmenge, sie ersetzt aber weder die Rechtsgrundlage noch den Eintrag im Verzeichnis.

Drei Regeln haben sich für die Planung bewährt:

  • Claude erhält Ticketkategorie, Produkt und Status, aber keine Kontaktdaten.
  • Ergebnisse schreibt Claude in Zoho zurück, nicht in einen langlebigen Chat.
  • Protokolle der Anbindung speichern IDs statt Klartext.

Aufbewahrungsfrist im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren

Erfassen Sie jeden Zweck, für den Sie Claude nutzen, als Verarbeitungstätigkeit im Verzeichnis oder ergänzen Sie bestehende Einträge um Claude. Ein allgemeiner Hinweis auf „KI-Werkzeuge“ reicht nicht. Die Datenschutzbeauftragte muss erkennen können, welche Daten wo wie lange liegen.

Art. 30 Abs. 1 DSGVO verlangt für jeden Eintrag diese Angaben:

  • Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen und gegebenenfalls der Datenschutzbeauftragten.
  • Die Zwecke der Verarbeitung.
  • Die Kategorien betroffener Personen und personenbezogener Daten.
  • Die Empfänger, etwa Anthropic als Auftragsverarbeiter.
  • Übermittlungen in Drittländer mit Angabe des Drittlands.
  • Wenn möglich die Löschfristen.
  • Eine allgemeine Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen.

Für Claude konkretisieren Sie diese Angaben so:

  1. Zweck, etwa Angebotserstellung oder Ticketzuordnung.
  2. Tarif und Dienst, etwa Claude Enterprise mit Anzahl der seats.
  3. Kategorien betroffener Personen und Daten, getrennt nach Chats, Projekten und Artifacts.
  4. Die Frist je Datenart in Tagen, etwa 90 Tage für Chats und 180 Tage für Projekte.
  5. Den Beginn der Frist je Datenart nach der Tabelle oben.
  6. Die Ausnahmen: markierte Inhalte, gesetzliche Aufbewahrung, öffentliche Artifacts, nicht erfasste Cloud-Funktionen.
  7. Die verantwortliche Rolle, also Primary Owner oder Owner, mit Vertretung.
  8. Den Nachweis über die Audit-Logs und das Datum der letzten Prüfung.

Beim Team-Tarif tragen Sie die Frist ein, die Anthropic Ihnen schriftlich bestätigt hat. Fehlt diese Bestätigung, vermerken Sie das als offenen Punkt. Bei angebundenen Systemen beschreiben Sie zusätzlich, welche Felder an Claude gehen. Diese Feldliste ist oft das stärkste Argument im Gespräch mit der Aufsicht.

Was die DSGVO-Löschpflicht für Unternehmen in Deutschland konkret bedeutet

Für deutsche Unternehmen ist die unbegrenzte Standardaufbewahrung im Enterprise-Tarif der wichtigste Prüfpunkt. Die Löschpflicht findet sich an mehreren Stellen der DSGVO. Sie ist eine grundsätzliche Anforderung an die rechtmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten. Ein Chat, dessen Zweck längst erreicht ist, passt schlecht zu diesem Grundsatz.

Besonders deutlich wird das bei E-Mails. Laut dem Beitrag in Datenschutz und Datensicherheit erhalten Mitarbeitende je nach Aufgabe 20 bis 200 E-Mails am Tag. Kopfzeile, Nachrichtentext und Anhänge enthalten in der Regel personenbezogene Daten. Schon diese Masse stellt Verantwortliche bei Lösch- und Aufbewahrungspflichten vor große Herausforderungen.

Ein connector zu Gmail oder Microsoft 365 holt genau diese Inhalte in Claude. Was ein Mitarbeiter aus seinem Postfach in einen Chat zieht, unterliegt danach der Frist in Claude. Die Frist Ihres Mailsystems gilt für diese Kopie nicht. Ihr Löschkonzept muss deshalb beide Orte abdecken.

Praktisch heißt das: Setzen Sie im Enterprise-Tarif eine eigene Frist, statt die Standardeinstellung zu belassen. Stimmen Sie die Frist mit Ihrer Datenschutzbeauftragten ab. Legen Sie Ergebnisse, die Sie länger brauchen, im führenden System ab. Einen Überblick über Tarife, Daten und Einstieg gibt unsere Seite Claude für Unternehmen.

Nächste Schritte für Geschäftsführung und Datenschutzbeauftragte

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme, bevor Sie Fristen einstellen. Viele Unternehmen nutzen Claude bereits in mehreren Tarifen nebeneinander, oft ohne zentrale Vorgabe.

Diese Schritte bringen Sie in wenigen Wochen zu einem belastbaren Stand:

  1. Erfassen Sie, wer Claude in welchem Tarif nutzt, auch private Pro- und Max-Konten mit Firmendaten.
  2. Entscheiden Sie, ob Sie eigene Fristen brauchen und damit den Enterprise-Tarif ab 20 seats.
  3. Legen Sie Fristen für Chats und Projekte fest und benennen Sie die Person mit der Rolle Owner.
  4. Prüfen Sie alle Artifacts mit öffentlichem Link und ziehen Sie unnötige Links zurück.
  5. Beschreiben Sie für jede Anbindung an CRM oder Helpdesk die Felder, die an Claude gehen.
  6. Tragen Sie alles in das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten ein und planen Sie eine jährliche Prüfung.

Wenn Sie diese Fragen gemeinsam mit uns klären möchten, ist der Claude-Workshop der erste von vier Schritten. Danach folgen ein Pilot, entweder Pilot Claude A mit einem KI-Agenten für einen Prozess oder Pilot Claude B mit Claude Team für das ganze Team. Anschließend kommen die Aktivierung der Abteilung und der monatliche Betrieb. Im Workshop legen wir Tarif, Fristen und die Feldliste für Ihre Anbindungen fest.

Quellen

  1. Claude Help Center: What is the Team plan?
  2. Claude Help Center: What is the Enterprise plan?
  3. Claude Help Center: Configure custom data retention controls for Enterprise plans
  4. THE DECODER: Claude-Nutzer müssen dem KI-Datentraining jetzt aktiv widersprechen
  5. Datenschutz und Datensicherheit (DuD): Das Löschen nach der DSGVO
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