Für DSGVO und KI-Verordnung bei einem KI-Assistenten klären Sie vor dem Livegang sechs Fragen. Wer ist Verantwortlicher, wer Auftragsverarbeiter? Welche Daten fließen wohin, und gehen sie in ein Drittland? Brauchen Sie eine Datenschutz-Folgenabschätzung? Und wie sichern Sie Transparenz gegenüber Kunden sowie die KI-Kompetenz Ihres Teams?
Ein KI-Assistent ist in diesem Leitfaden ein Programm, das ein Sprachmodell wie Claude nutzt, Fragen beantwortet oder Texte entwirft und dafür Daten aus Ihren Systemen liest. Im hier betrachteten Fall sind das Kontakte, Tickets und Vorgänge aus Zoho. Sobald darin Namen, E-Mail-Adressen oder Gesprächsverläufe stehen, verarbeitet der Assistent personenbezogene Daten.
Dieser Leitfaden ersetzt keine Rechtsberatung. Er ordnet die Fragen so, wie sie in der Projektplanung anfallen, damit Ihr Datenschutzbeauftragter und Ihre Rechtsberatung mit vollständigen Unterlagen arbeiten können. Ein Grundsatz trägt dabei alles Weitere: Laut einer Analyse von LokLM zum Begriff „privat“ bei KI-Assistenten ist Konformität eine Eigenschaft des konkreten Einsatzes, nicht des Werkzeugs für sich.
Das heißt praktisch: Kein Anbieter kann Ihnen einen „DSGVO-konformen Assistenten“ verkaufen. Konform wird erst Ihre Kombination aus Modell, Bereitstellungsweg, Datenauswahl, Verträgen und Abläufen. Diese Kombination prüfen Sie, bevor der erste echte Kundendatensatz das Modell erreicht.
