Wenn Ihre KI-Implementierung stockt, brauchen Sie selten ein stärkeres Modell oder ein weiteres Werkzeug. Sie brauchen einen Neustart mit drei Bestandteilen: einem klaren Anwendungsfall, angebundenen Systemen wie CRM und Helpdesk und einem festen Weg in den Produktivbetrieb. Wenn die KI-Einführung stockt, fehlt fast immer mindestens einer dieser drei Bestandteile.
Dieser Beitrag ist Teil 1 einer dreiteiligen Reihe. Er klärt, was ein Neustart ist, welche Probleme er löst und für wen er passt. Teil 2 heißt „Claude im Unternehmen neu starten: Analyse, Korrekturen, zweite Einführung“ und beschreibt das Vorgehen im Detail. Teil 3 heißt „Warum ein gestocktes KI-Projekt mehr kostet, als es scheint“ und behandelt die Kosten des Stillstands.
Die Diagnose stammt nicht nur von Anbietern. Rebecca Fox schreibt in der Computerwoche über das Scheitern von KI-Ambitionen, viele KI-Initiativen stagnierten nicht wegen schwacher Modelle. Sie stagnieren, weil die Grundlagen nicht stimmen. Der deutsche Softwareanbieter VIER kommt zu einem ähnlichen Schluss: Viele KI-Projekte scheitern nicht an der Technologie, sondern an der Umsetzung.
Für Sie als Geschäftsführung oder Abteilungsleitung heißt das: Bevor Sie neue Lizenzen, ein neues Modell oder ein zusätzliches Werkzeug kaufen, lohnt sich ein nüchterner Blick auf den Stand der bisherigen Einführung. Genau diesen Blick strukturiert ein Neustart.



