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Claude Team im ganzen Team einführen: die wichtigen Schritte, auch nach ChatGPT Team

Claude Team gelingt über Anwendungsfälle, Nutzungsregeln und die Anbindung an CRM und Helpdesk. Dieser Leitfaden zeigt die Schritte, die Beteiligten und die Prüfpunkte.

10 Min. Lesezeit
Beitrag · 10 Min. Lesezeit
Abstrakte Formen, die sich Stufe für Stufe zu einer geordneten, geschlossenen Gruppe zusammenfügen

Claude Team im ganzen Team einführen: Anwendungsfälle, Regeln und Anbindung zuerst

Claude Team im ganzen Team einführen gelingt in fünf Schritten. Sie legen die Anwendungsfälle je Abteilung fest und schreiben Nutzungsregeln. Danach richten Sie das Unternehmenskonto mit Rollen und Kostenlimits ein und binden Claude an CRM und Helpdesk an. Zum Schluss schulen Sie Key User.

Erst dann verteilen Sie die Lizenzen in der Breite. Das gilt auch, wenn Ihr Unternehmen bisher ChatGPT Team im Blick hatte.

Claude Team ist das Abonnement von Anthropic für Unternehmen: Lizenzen pro Person, eine zentrale Verwaltung, und Ihr Unternehmen bleibt Verantwortlicher für die eingegebenen Daten. Eine Lizenz heißt bei Anthropic Seat. Wer nur Seats kauft und verteilt, bekommt viele einzelne Chatfenster. Einen gemeinsamen Arbeitsablauf bekommt er nicht.

Dieser Beitrag ist Teil 2 einer dreiteiligen Reihe. Teil 1 („Claude Pro oder Claude Team: welcher Tarif zu Ihrem Unternehmen passt“) klärt die Tarifwahl. Teil 3 („Warum das Firmenkonto zählt: Daten, Regeln und private KI-Konten“) behandelt Daten und private Konten. Hier geht es um das Wie. Sie erfahren, was Ihr Unternehmen vorbereitet, wer auf jeder Seite beteiligt ist, was schiefgehen kann und wie Sie jeden Schritt prüfen.

Claude Team als Tarif: zentrale Verwaltung, SSO und enthaltene Funktionen

Claude Team bringt die Verwaltung mit, die eine Einführung im ganzen Team braucht. Laut Anthropic ist der Tarif zum Selbstbuchen gedacht. Er enthält Funktionen zur Zusammenarbeit, Verwaltungswerkzeuge, SSO und die Verwaltung der Abrechnung. Dazu kommen serverseitig verwaltete Einstellungen für Claude Code. SSO (Single Sign-On) bedeutet, dass sich Mitarbeitende mit ihrem Firmenkonto beim Identitätsanbieter anmelden.

Mit einem Abonnement erhalten die Mitarbeitenden Claude im Browser und Claude Code, mit zentraler Abrechnung und ohne eigene Infrastruktur. Claude Cowork ist ebenfalls in Team enthalten. Cowork ist der Arbeitsbereich, in dem Claude mehrstufige Aufgaben in Ihren Dateien ausführt.

Anthropic bietet Cowork über die Claude Desktop App auf macOS und Windows an. Team-Tarife enthalten außerdem monatliche API-Guthaben für eigene Anwendungen und Agenten auf der Claude Platform.

Eine Voreinstellung sollten Sie vor dem Start kennen. Das Gedächtnis (Memory) ist für Team-Organisationen standardmäßig aus, anders als bei Free, Pro und Max. Ob Sie es einschalten, ist eine bewusste Entscheidung für Ihre Nutzungsregeln.

Claude Enterprise ist die Variante für größere Unternehmen, mit mehr Kontrollen für die IT. Enterprise ergänzt laut Anthropic Domain Capture, rollenbasierte Berechtigungen und den Zugang zu einer Compliance API. Domain Capture ordnet Konten mit Ihrer Firmendomain der eigenen Organisation zu. Für Enterprise nennt Anthropic eine Mindestzahl von 20 Seats. Die aktuellen Preise stehen auf unserer Seite zu Claude-Preisen für Pro, Team und Max in Euro.

ChatGPT Team oder Claude Team: was Sie beim Wechsel übernehmen und neu prüfen

Wer von ChatGPT Team kommt oder beide Angebote vergleicht, kann die Vorarbeit für Claude Team größtenteils übernehmen. Anwendungsfälle, Nutzungsregeln und die Liste der beteiligten Abteilungen hängen nicht am Anbieter. Sie beschreiben Ihre Arbeit, nicht das Werkzeug.

Neu prüfen müssen Sie jede Einstellung im Verwaltungsbereich von Claude Team. Gehen Sie nicht davon aus, dass sich Claude wie Ihr bisheriges Werkzeug verhält. Drei Voreinstellungen aus Anthropics eigenen Seiten zeigen, worauf es ankommt:

  • Das Gedächtnis ist bei Team-Organisationen standardmäßig aus.
  • Die Stufe „Automatically approve“ in Cowork ist standardmäßig verfügbar, solange der Admin sie nicht abschaltet.
  • Der Microsoft-365-Connector darf mit aktivierten Schreibwerkzeugen E-Mails entwerfen und senden, Teams bleibt dagegen nur lesbar.

Auch die Anbindung an Ihre Programme planen Sie neu. Eine Verbindung, die beim bisherigen Anbieter bestand, müssen Sie für Claude eigens einrichten. Planen Sie die Anbindung deshalb als eigenen Schritt mit eigenen Prüfpunkten. Einen Vergleich beider Angebote aus Unternehmenssicht lesen Sie in Claude und ChatGPT im Vergleich für Unternehmen.

Anwendungsfälle und Regeln übernehmen Sie, Gedächtnis und Freigabestufen stellen Sie neu ein. Beim Wechsel / In Claude Team. Anwendungsfälle je Abteilung: übernehmen / unverändert nutzbar; Nutzungsregeln: übernehmen / um Regel zu Cowork Modi ergänzen

Schritt 1: Anwendungsfälle je Abteilung festlegen, bevor Seats vergeben werden

Der erste Schritt einer Claude-Team-Einführung ist eine Liste konkreter Anwendungsfälle je Abteilung. Ein Anwendungsfall ist eine wiederkehrende Aufgabe mit klarem Ergebnis. Beispiele sind ein Angebotsentwurf im Vertrieb oder ein Antwortvorschlag im Kundendienst. Ohne diese Liste weiß niemand, wofür der Seat gedacht ist.

Auf Ihrer Seite sind die Geschäftsführung und je Abteilung eine leitende Person beteiligt. Auf unserer Seite moderieren wir die Auswahl. Wir bewerten auch, welche Fälle eine Anbindung an ein Programm brauchen. Im Angebot von Svennis ist der Claude-Workshop zur Planung der Anwendungsfälle der erste von vier Schritten.

Prüfen Sie jeden Anwendungsfall an vier Fragen:

  • Wer ist für den Anwendungsfall verantwortlich?
  • Welche Daten braucht Claude dafür?
  • In welchem Programm liegen diese Daten?
  • Wer gibt das Ergebnis frei, bevor es das Haus verlässt?

Bei Svennis sehen wir regelmäßig, dass Seats ohne vereinbarten Anwendungsfall zum privaten Suchfenster werden und das Team zur alten Arbeitsweise zurückkehrt. Deshalb legen wir die Anwendungsfälle mit den Abteilungen fest, bevor der erste Seat vergeben wird.

Schritt 2: Nutzungsregeln für Daten, Freigaben und Cowork schreiben

Nutzungsregeln legen fest, was Mitarbeitende in Claude eingeben dürfen und wer Ergebnisse freigibt. Sie bestimmen auch, wie selbstständig Claude bei Aufgaben arbeiten darf. Schreiben Sie die Regeln vor dem Start auf eine Seite. Stimmen Sie sie mit Geschäftsführung, Datenschutz und gegebenenfalls dem Betriebsrat ab.

Für Cowork braucht die Regel eine klare Aussage zu den Freigabestufen. Cowork kennt drei Modi, die steuern, wann Claude vor einer Aktion um Erlaubnis fragt. Zwei davon sind für Ihre Regeln entscheidend:

  • Automatically approve: Claude arbeitet weiter, ohne bei jedem Schritt zu fragen. Es prüft jede Aktion auf Risiken wie Datenabfluss oder Prompt Injection und blockiert, was es für unsicher hält.
  • Skip all approvals: Claude fragt nicht, und nichts prüft seine Aktionen automatisch.

Prompt Injection bezeichnet Anweisungen, die in Dokumenten oder Webseiten versteckt sind und Claude umlenken sollen. Eine sinnvolle Regel lautet daher: Skip all approvals ist für Unternehmensdaten nicht erlaubt. Der Auto-Modus verbraucht laut Anthropic mehr vom Nutzungslimit, weil Claude zusätzlich prüft.

Zwei Schutzmechanismen von Cowork gehören ebenfalls in die Regeln. Endgültiges Löschen von Dateien verlangt immer Ihre ausdrückliche Erlaubnis. Gelöschte Cowork-Aufgaben verschwinden sofort aus dem Verlauf und innerhalb von 30 Tagen aus Anthropics Speichersystemen.

Schritt 3: Unternehmenskonto mit Rollen und Kostenlimits einrichten

Im dritten Schritt richten Sie ein gemeinsames Unternehmenskonto für Claude Team ein, mit Rollen und Kostenlimits. Die Seats bezahlen Sie direkt an Anthropic. Svennis verkauft keine Lizenzen weiter und schlägt nichts auf ihren Preis auf.

Auf Ihrer Seite sind die IT und eine Person aus der Buchhaltung beteiligt, die die Abrechnung übernimmt. Diese Einstellungen gehören in diesen Schritt:

  • SSO über Ihren Identitätsanbieter einrichten, damit Sie Konten zentral steuern.
  • Entscheiden, ob das Gedächtnis eingeschaltet wird, das ab Werk aus ist.
  • Festlegen, ob „Automatically approve“ in der Organisation verfügbar bleibt.
  • Serverseitige Einstellungen für Claude Code setzen, falls Entwickler Claude Code nutzen.

Später auf Claude Enterprise wechseln

Ein späterer Wechsel auf Enterprise gelingt am besten, wenn Sie die bestehende Team-Organisation hochstufen. Dann bleiben Mitgliedschaften und Rollen, Unterhaltungen und Projekte erhalten. Der Wechsel im Selbstbuchungsweg lässt sich nicht rückgängig machen. Einige Funktionen sind danach zunächst aus, darunter Skills.

Neue monatliche API-Guthaben entfallen mit dem Wechsel. Die Einzelheiten beschreibt Anthropics Hilfeartikel zum Wechsel von Team auf Enterprise.

Schritt 4: Claude an CRM, Helpdesk und Microsoft 365 anbinden

Claude wird erst nützlich, wenn es die Daten sieht, mit denen Ihr Team arbeitet. Dazu gehören Kunden und Angebote in Zoho CRM, Tickets in Zoho Desk sowie E-Mails und Dateien in Microsoft 365. Ohne Anbindung kopieren Mitarbeitende Inhalte von Hand ins Chatfenster. Das kostet Zeit und umgeht die Rechte im Quellsystem.

Für jede Anbindung gibt es vier Wege. Ein connector verbindet Claude mit einem Programm. Ein MCP Server ist ein eigener Dienst, über den Claude ein Programm nach festen Regeln liest oder beschreibt. Ein plugin bündelt laut Anthropic skills, connectors und Sub-Agenten für eine Rolle oder ein Team. Ein skill bringt Claude einen wiederkehrenden Ablauf bei, so wie Ihr Team ihn erledigt.

Svennis baut für jede Verbindung einen connector, einen MCP Server, ein plugin oder einen skill. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten mit ihren Kosten, und Sie entscheiden.

Für Microsoft 365 gilt eine Besonderheit. Mit aktivierten Schreibwerkzeugen kann Claude E-Mails entwerfen, senden und ordnen, Termine verwalten und Dateien in OneDrive und SharePoint anlegen. Teams bleibt nur lesbar. Wie Sie das freigeben, zeigt der Beitrag zu Claude in Microsoft 365 und Teams.

Prüfen Sie zwei Punkte vor dem Start. Plugins mit lokalen MCP Servern laufen nur in der Desktop App. Die Netzwerkbeschränkungen von Cowork gelten nicht für MCP-Verbindungen. Geben Sie der Verbindung deshalb im Quellsystem nur die Rechte, die die Rolle braucht.

Schritt 5: Key User schulen und die Nutzung je Team auswerten

Key User sind Mitarbeitende, die den anderen helfen, wenn der Partner nicht mehr vor Ort ist. Benennen Sie je Abteilung eine Person mit Zeit für diese Aufgabe. Key User kennen die Anwendungsfälle, die Nutzungsregeln und die Anbindungen. Sie beantworten Fragen, bevor daraus Umwege über private Konten werden.

Die Schulung folgt den vereinbarten Anwendungsfällen, nicht einem allgemeinen Funktionsüberblick. Jede Person übt die Aufgaben, die sie im Alltag mit Claude erledigt. Bei der Einführung durch Svennis endet der Pilot mit einer Auswertung.

Werten Sie die Nutzung je Team aus, nicht je Person. Die Berichte von Svennis fassen die Nutzung je Team zusammen. Auswertungen einzelner Personen gibt es nur mit einer Rechtsgrundlage nach der DSGVO und, wo ein Betriebsrat besteht, nach seiner Mitbestimmung. Die Funktion Smart reports, die Nutzung und Kosten eines Teams analysiert, gibt es laut Anthropic bisher nur als Beta in Claude Enterprise.

Prüfen Sie bei der Auswertung drei Fragen. Werden die vereinbarten Anwendungsfälle tatsächlich genutzt? Wo bleiben Mitarbeitende hängen? Welche Abläufe wiederholen sich so oft, dass sich ein skill lohnt? Hat Ihr Unternehmen schon Lizenzen gekauft, die kaum genutzt werden, hilft der Claude-Neustart für bezahlte, aber ungenutzte Lizenzen.

Beispiel: Vertrieb und Kundendienst eines Großhändlers starten mit Claude Team

Ein mittelständischer Großhändler führt Claude Team in Vertrieb und Kundendienst ein. Kundendaten und Preise liegen in Zoho CRM, Anfragen kommen als Tickets in Zoho Desk an. E-Mail und Dateien laufen über Microsoft 365. So sehen die fünf Schritte im Beispiel aus:

  1. Anwendungsfälle: Der Vertrieb lässt Angebotsentwürfe mit Produkten und Preisen aus Zoho CRM erstellen. Der Kundendienst lässt Antwortvorschläge zu Tickets in Zoho Desk schreiben.
  2. Nutzungsregeln: Skip all approvals ist verboten. Jedes Angebot und jede Antwort gibt ein Mensch frei.
  3. Konto: Die IT richtet SSO über den Identitätsanbieter ein. Das Gedächtnis bleibt zunächst aus, und „Automatically approve“ wird für die Organisation abgeschaltet.
  4. Anbindung: Claude liest Produkte und Preise aus Zoho CRM und Tickets aus Zoho Desk. Im Microsoft-365-Connector entwirft Claude E-Mails, gesendet wird von Hand.
  5. Key User und Auswertung: Je eine Person in Vertrieb und Kundendienst betreut die Kollegen. Am Ende wertet das Unternehmen die Nutzung je Team aus.

Geprüft wird jeder Schritt an Testfällen aus dem Alltag. Der Vertrieb vergleicht Angebotsentwürfe mit den Preisen in Zoho CRM. Der Kundendienst prüft, ob Antwortvorschläge zum Ticket passen. Erst nach diesen Tests bekommen weitere Mitarbeitende einen Seat.

Checkliste: Schritte, Beteiligte und Prüfpunkte der Claude-Team-Einführung

Die folgende Checkliste fasst die Kernschritte der Einführung von Claude Team zusammen. Sie zeigt für jeden Schritt, was Ihr Unternehmen vorbereitet, wer beteiligt ist und woran Sie den Abschluss erkennen.

SchrittIhr Unternehmen bereitet vorBeteiligtPrüfpunkt
1. AnwendungsfälleListe wiederkehrender Aufgaben je AbteilungGeschäftsführung, AbteilungsleitungenJeder Fall hat Verantwortliche, Datenquelle und Freigabe
2. NutzungsregelnEntwurf auf einer SeiteGeschäftsführung, Datenschutz, BetriebsratRegel zu Cowork-Modi und Freigaben steht, Auftragsverarbeitungsverträge mit Anthropic und gegebenenfalls Svennis sowie die Grundlage für Übermittlungen außerhalb der EU sind geprüft
3. KontoIdentitätsanbieter, Zahlungsweg, Liste der PersonenIT, BuchhaltungSSO aktiv, Rollen und Kostenlimits gesetzt, Gedächtnis bewusst entschieden
4. AnbindungZugänge und Rechte in CRM, Helpdesk und Microsoft 365IT, FachabteilungClaude sieht nur, was die Rolle sehen darf
5. Key User und AuswertungJe Abteilung eine Person mit ZeitKey User, AbteilungsleitungNutzung je Team ausgewertet, keine Einzelauswertung ohne Rechtsgrundlage

Vier Fehler treten bei der Einführung häufig auf. Seats werden vor den Anwendungsfällen verteilt. „Automatically approve“ bleibt unbemerkt eingeschaltet, weil es ab Werk verfügbar ist. Verbindungen laufen mit zu weiten Rechten im Quellsystem. Die Nutzung einzelner Personen wird ohne Rechtsgrundlage nach der DSGVO und, wo ein Betriebsrat besteht, ohne seine Mitbestimmung ausgewertet.

Claude Team in Deutschland: Betriebsrat, Auftragsverarbeitung, Datenort und KI-Kompetenz

Für Unternehmen in Deutschland gehören vier Rechtsfragen vor den Start von Claude Team. Die Einführung von Claude kann nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig sein. Beziehen Sie einen vorhandenen Betriebsrat deshalb schon bei den Nutzungsregeln ein, nicht erst nach der Lizenzvergabe.

Für Claude Team schließen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag mit Anthropic. Er folgt Art. 28 DSGVO und ist Teil der gewerblichen Nutzungsbedingungen (Commercial Terms). Verarbeitet Svennis bei Anbindung, Pilot oder Nutzungsberichten personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, schließen Sie dafür zusätzlich einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Svennis. Ihr Datenschutzbeauftragter, falls Sie einen benannt haben, sollte beide Verträge vor dem Start geprüft haben. Andernfalls prüft sie die Person, die bei Ihnen für den Datenschutz zuständig ist.

Der Datenort ist die dritte Frage. Laut Anthropic verarbeitet Anthropic die Daten aus Claude Team als Auftragsverarbeiter auch außerhalb der EU. Wo Anfragen verarbeitet und wo Daten gespeichert werden, sind getrennte Fragen. Wo Anthropic die Daten aus Claude Team speichert, nennen Anthropics Auftragsverarbeitungsvertrag und das Trust Center; prüfen Sie die dort genannten Standorte vor dem Start. Die Übermittlung stützt Anthropic auf die EU-Standardvertragsklauseln.

Ob diese Grundlage für Ihre Daten trägt, prüfen Sie als Verantwortlicher. Halten Sie in den Nutzungsregeln fest, welche Daten deshalb nicht in Claude Team gehören.

Die vierte Frage ist die KI-Kompetenz. Nach Art. 4 der KI-Verordnung ergreifen Sie Maßnahmen, die die KI-Kompetenz Ihrer Mitarbeitenden und weiterer Personen fördern, die Claude in Ihrem Auftrag nutzen. Die Schulung aus Schritt 5 ist dafür der richtige Ort, wenn sie alle Nutzer erreicht und dokumentiert wird.

Für Daten, die die EU nicht verlassen sollen, gibt es einen anderen Weg. Svennis setzt Pilot Claude A über Amazon Bedrock in Ihrem eigenen AWS-Konto um. Wir richten es so ein, dass Anfragen nur in EU-Regionen wie Frankfurt (eu-central-1) verarbeitet werden. Pilot Claude A ist ein KI-Agent auf Claude für einen Prozess, nicht das Abonnement für das ganze Team.

Auch für die Auswertung gelten die DSGVO und das deutsche Betriebsverfassungsrecht. Auswertungen einzelner Personen brauchen eine Rechtsgrundlage nach der DSGVO.

Gibt es einen Betriebsrat, bestimmt er nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mit, in der Regel über eine Betriebsvereinbarung. Diese muss ihrerseits die Anforderungen der DSGVO erfüllen.

Nächste Schritte: vom ersten Anwendungsfall zum Pilot mit Claude Team

Der nächste Schritt ist eine kurze Liste. Schreiben Sie je Abteilung die Aufgaben auf, die sich jede Woche wiederholen. Notieren Sie zu jeder Aufgabe, in welchem Programm die Daten liegen und wer das Ergebnis freigibt. Mit dieser Liste lässt sich jede weitere Entscheidung fundiert treffen.

Klären Sie danach drei Punkte im eigenen Haus:

  • Ob Ihr Betriebsrat mitbestimmen muss und wann Sie ihn einbeziehen.
  • Ob der Auftragsverarbeitungsvertrag und die dort genannten Datenorte für Ihre Daten passen.
  • Ob Claude Team genügt oder Ihre IT Kontrollen aus Claude Enterprise braucht.

Svennis führt diese Einführung als Pilot Claude B durch. In 30 Tagen holen wir Ihr Team in ein gemeinsames Unternehmenskonto, mit Rollen und Kostenlimits. Ablauf und veröffentlichte Preise stehen auf der Seite zu Pilot Claude B: Claude Team für das ganze Team.

Das Angebot hat vier Schritte. Am Anfang steht der Workshop. Darauf folgt Pilot Claude A, ein KI-Agent auf Claude für einen Prozess, oder Pilot Claude B, Claude Team für das ganze Team. Danach kommt die Aktivierung je Abteilung, anschließend der monatliche Betrieb.

Quellen

  1. Svennis AI: Claude Team im Unternehmen, Pilot B in 30 Tagen
  2. Anthropic: Enterprise deployment overview, Claude Code Docs
  3. Anthropic: Release notes, Claude apps
  4. Claude Help Center: Get started with Claude Cowork
  5. Claude Help Center: Migrate your organization from Team to Enterprise
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